Trint

Trint ist eine Online-Plattform, die automatisch Transkripte von Video- oder Audiodateien anfertigt. Du musst Interviews nicht mehr von Hand abtippen und sparst somit Zeit. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Automatische Transkriptionsprogramme gibt es mittlerweile viele. Doch nur wenige sind richtig gut. Eins davon ist Trint. Es überzeugt mit seiner einfachen und übersichtlichen Benutzeroberfläche, die Verarbeitung der Interviews passiert schnell und nicht zuletzt: Das Ergebnis überzeugt.

Konferenzen durchstehen, vor Ort recherchieren, Interviews abtippen: Das sind einige der zeitaufwendigsten Aufgaben von Journalisten.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Tutorial
Support

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Basic: 16 Euro pro Stunde
englisch
10 Minuten
je nach Interviewlänge
Textdokument
02.02.2018
Youtube
Support


zum Tool

Doch während das Treffen von Protagonisten außerhalb der redaktionseigenen vier Wände der aufregendere Teil des Jobs ist, sind Interviews, die transkribiert werden müssen, oft nur lästige Fleißarbeit. Sie nerven und kosten immer wieder viel Zeit. Bei der Verschriftlichung eines einstündigen Gesprächs verliert ein Redakteur schnell fast einen ganzen Arbeitstag. 

Der kanadische Journalist Jeff Kofman suchte deswegen nach einer zeitsparenden Lösung und entwickelte 2016 Trint. Mithilfe künstlicher Intelligenz und automatischer Spracherkennung erledigt die Online-Plattform die Verschriftlichung von Interviews in kurzer Zeit. 

Anschauungsbeispiel

Verschriftlichung per Mausklick

Dazu lädst du eine Video- oder Audiodatei hoch. Dabei kannst du zwischen 13 verschiedenen Sprachen auswählen, darunter Deutsch, Englisch, Spanisch und Französisch. Das Transkript dauert etwas kürzer als die gesamte Länge der hochgeladenen Datei. Das heißt: Ein 45-minütiges Interview wird in etwa 30-40 Minuten in ein vollständiges Transript verwandelt. 

Je besser die Audioqualität und je deutlicher die Sprache, desto besser fällt das Ergebnis aus. Der Text erscheint in einem Online-Editor und kann nach Stichworten durchsucht und nachträglich korrigiert werden. 

Untertitelung für Webvideos

Bewegst du den Cursor über einen Textabschnitt, siehst du den exakten Timecode und kannst die Stelle noch einmal nachhören. Markierst du eine Textpassage, kannst du auch die genaue Länge des Ausschnitts ablesen. Sobald du den Text überprüft hast, kannst du ihn als Word-Dokument exportieren. Darüber hinaus bietet Trint noch eine weitere interessante Funktion: die Untertitelung für Webvideos. 

Schlaues Programm für Faule

Per Klick erlaubt dir Trint, den gesamten Text auch als Untertitel-Datei (SRT) zu speichern. Wenn du bei Facebook das transkribierte Video hochlädst, kannst du es mit der Textdatei verknüpfen. Facebook versieht den Clip dann automatisch mit den jeweiligen Untertiteln. 

Das ist vor allem für Webvideos interessant, die von Nutzern mobil in der U-Bahn ohne Ton angeschaut werden. Bedenke allerdings generell beim Upload: Die Datei darf nicht größer sein als ein Gigabyte. Mein Rat daher an dich: Exportiere lange Videointerviews als MP3-Datei, so sparst du an Dateigröße und der Upload geht schneller. 

Pro

Die Benutzeroberfläche ist intuitiv, der Upload funktioniert reibungslos und das automatisch erstellte Transkript erhält erstaunlich wenig Fehler, die sich auch im Handumdrehen ausbessern lassen. Auch beim Thema Datenschutz liegt Trint weit vorne: Keine der erstellten Transkripte sind für die Mitarbeiter von Trint oder andere Nutzer sichtbar. 

Kontra

Ärgerlich ist der relativ hohe Preis der Software für Privatpersonen. Für über 16 Euro pro Stunde Interviewmaterial ist der Zeitsparer ein recht teures Vergnügen, das sich aber für Vieltranskribierer auszahlen kann. 

Fazit & Alternativen

Wenn du viel mit Interviews und Transkripten hantierst, dann wird Trint für dich eine lang ersehnte Erleichterung im journalistischen Alltag sein. Hier macht der Einsatz von künstlicher Intelligenz eindeutig Sinn. 

Wir haben schon einige andere Transkriptionshelfer getestet. Wenn es schnell gehen muss, dein Interview kurz ist und du online bist, kann das Open-Source-Tool oTranscribe von Nutzen sein. Es transkribiert leider deinen Text nicht automatisch, aber hilft dir dabei, den Überblick zu behalten. Neben Trint ist mein zweiter Favorit eindeutig Auphonic, eine kostenlose Software aus Österreich, die auf die API von Googles Spracherkennung zugreift und noch mehr Sprachen als Trint unterstützt. Allerdings solltest du dir für die Einrichtung etwas Zeit nehmen, denn sie ist alles andere als intuitiv.