Trello

Trello ist ein webbasiertes Projektmanagement-Tool. Mit ein paar Handgriffen kannst du damit in wenigen Schritten deine journalistischen Projekte organisieren – alleine oder im Team.  

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Als chronische Chaotin bin ich stets auf der Suche nach guten Produktivitäts-Tools. Trello finde ich tatsächlich sehr praktisch. Für mich als einzelne Person wäre der Aufwand wahrscheinlich zu groß, für jeden Fernsehbeitrag ein Trello-Projekt anzulegen. Würde ich allerdings gemeinsam mit Kollegen an einem Projekt arbeiten, würde ich Trello in Erwägung ziehen.

Okay, ich gebe es zu: Ich bin chaotisch ohne Ende. Ich vergesse ständig Geburtstage (selbst die meiner Familienmitglieder), lasse oft meinen Schlüssel im Roller stecken und manchmal rase ich zum Sport, um nur vor Ort festzustellen, dass ich meine Sporttasche zu Hause liegen lassen habe. 

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Tutorial
Support

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Basic: kostenlos
Pro: 9,99 $/Monat
englisch
5 Minuten
10 Minuten
To-Do-Listen
17.11.2017
Youtube
FAQs


zum Tool

Willkommen in meiner Welt! Manchmal wundere ich mich selbst darüber, wie ich es in meiner journalistischen Laufbahn bisher immer geschafft habe, Deadlines einzuhalten. Um meinem chaotischen Charakter etwas entgegenzuwirken, halte ich stets Ausschau nach Tools, die mir dabei helfen, meinen sehr abwechlungsreichen Arbeitsalltag zu organisieren und meine Aufgaben besser zu strukturieren. Neulich wurde mir von einem Kollegen Trello empfohlen. 

Trello ist ein Produktions-Management-Tool, mit dem du deine Aufgaben auflisten, visualisieren und strukturieren kannst. Somit behältst du leichter den Überblick über deine To Do's und Dinge, die du schon erledigt hast. Das Programm ist für Privatpersonen kostenlos, es gibt auch keine Einschränkungen der Projekte, die du dort verwaltest. Für den besseren Überblick empfehle ich dir die Desktop-Version. Trello gibt es aber auch als mobile App, mit der du Änderungen in deinen Listen synchronisieren kannst. 

Anschauungsbeispiel

Lord of the Boards – oder: Listen, Listen, Listen

Trello arbeitet mit sogenannten Boards. Du kannst dir ein Board vorstellen wie eine Pinnwand, auf der verschiedene Aufgaben aufgelistet sind. Packe auf keinen Fall alle deine To Do's auf ein Board, das wird bei größeren Projekten zu unübersichtlich. Denke lieber darüber nach, welche Prozesse nötig sind, um dein Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu bringen.

In meinem Projekt habe ich überlegt, welche Aufgaben ich alle erledigen muss, um einen Fernsehbeitrag zu erstellen – von der ersten Idee, über den Pitch bei der Redaktion bishin zur Veröffentlichung und danach. 

Für mein Projekt, mein Fernsehbeitrag, habe ich genau drei Boards erstellt: Ein Board umfasst eine Liste mit allen Aufgaben, die noch zu erledigen sind, das zweite Board beinhaltet alle Aufgaben, um die ich mich momentan kümmere und im dritten Board landen alle Aufgaben, die ich schon erledigt habe. Per Drag&Drop lassen sich die To-Do's hin- und herschieben. Hast du also eine Teilaufgabe abgeschlossen, kannst du sie einfach in das "erledigt"-Board ziehen. Somit erhälst du einen sehr guten Überblick über den aktuellen Stand deines Projekts. 

Synchronisierung per App

Öffnest du Trello übrigens als mobile App auf deinem Smartphone, siehst du als Start-Bildschirm automatisch die Aufgaben, die noch zu erledigen sind. Über die App kannst du auch weitere Aufgaben hinzufügen, das Programm synchronisiert die Veränderungen automatisch auch auf der Web-Plattform. 

Tricks für Pros
Bevor du ein Projekt bei Trello aufsetzt, würde ich dir empfehlen, einige der öffentlichen Boards anzugucken und dich davon inspirieren zu lassen. Wie gut du mit Trello umgehen kannst, hängt stark davon ab, wie du deine Boards und Listen sinnvoll organisierst.

Die einzelnen To Do's deiner Boards kannst du weiter bearbeiten. Du kannst Deadlines hinzufügen, sie mit einer bestimmten Farbe versehen, oder auch andere Team-Mitglieder einer Aufgabe oder gar einem ganzen Board zuordnen. Daher ist Trello besonders für Teams interessant, die gemeinsam an Projekten arbeiten. Bezieht sich ein wichtiges Dokument auf eine bestimmte Aufgabe, kannst du es an der Stelle hochladen. In der webbasierten Version kannst du übrigens zwischen der Board-Ansicht und Terminkalender-Ansicht hin- und herswitchen. 

Alle Aufgaben, die mit einer Deadline versehen wurden, erscheinen im Kalender.  Wenn du ein Projekt erfolgreich abgeschlossen hast und ein ähnliches Projekt geplant hast, musst du nicht von vorne beginnen. Wenn deine Organisationsstruktur auch auf dein Folgeprojekt passt, kannst du Projekte kopieren und musst das neue somit nicht komplett neu aufsetzen. 

Pro

Trello ist sehr übersichtlich, intiutiv und kostenlos. Besonders praktisch ist die Organisation über Trello für größere Projekte, die im Team erstellt werden, da jedes Projektmitglied sofort über den aktuellen Stand Bescheid weiß. Praktisch ist auch die mobile App als Ergänzung, um Trello auch von unterwegs auf den neuesten Stand zu bringen. 

Kontra

Es gibt tatsächlich wenig zu meckern. Die Plattform ist so einfach strukturiert, dass es Spaß macht, damit zu arbeiten. Als Fan der Google-Calender-App würde ich höchsten bemängeln, dass ich keine Möglichkeit gefunden habe, meinen Trello-Kalender mit meinem Google-Kalender zu verknüpfen. 

Fazit & Alternativen

Trello ist tatsächlich praktisch. Ob sich der Aufwand lohnt, für Artikel, Radiobeiträge oder Fernsehbeiträge ein Trello-Projekt zu erstellen, wage ich zu bezweifeln.

coole Beispiele

Wenn es allerdings um eine 30-minütige Dokumentation, ein Radio-Feature mit einer Länge von 40 Minuten oder ein Multimediaprojekt mit mehreren Teammitgliedern geht, kann Trello sehr hilfreich sein. Ich organisiere einen Großteil meiner Projekte und bin großer Fan des Klassikers Evernote, für meine Linksammlung verwende ich hin und wieder Pocket, wozu es auch eine praktische Browsererweiterung gibt. All meine Termine organisiere ich über meine Google-Kalender-App

Dort lassen sich seit ein paar Monaten übrigens auch To Do's verwalten. Wenn du Wert auf Datenschutz legst, solltest du einmal Laverna testen, ein kostenloser Konkurrent von Evernote. Für große Teams und Unternehmen ist bisher weiterhin der Messaging-Dienst und Aufgabenverwalter Slack Platzhirsch.