Timescape

Timescapes Prinzip: User erstellen auf einer Weltkarte gepinnte Informations-Häppchen. Das Endergebnis kannst du dann in 3D in deine Webseite einbetten.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Auf den ersten Blick macht Timescape einen guten Eindruck. Dabei bleibt es leider auch. Außer ein bisschen Text und ein paar Bilder auf einer Karte zu verorten, kann die Webseite leider (noch) nicht viel. Schade!

Eine große Weltkugel, die sich per Maus drehen lässt: So begrüßt dich die Webseite Timescape – ungewohnt und eindrucksvoll auf den ersten Blick. Dahinter verbigt sich eine Webseite, auf der du und Andere kurze Infohäppchen über dem interaktiven Globus versteuen können.

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support
Tutorial

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Basic: kostenlos
Pro: Verhandlungssache
englisch
5 Minuten
30 Minuten
URL, Embed
keiner
Vimeo


zum Tool

Bevor du dein eigenes Projekt beginnst, orientiere dich an den zahlreichen Beispielen, die dir Timescape zur Verfügung stellst. Das Prinzip, deine eigene Karte zu erstellen, ist dann ganz einfach. Doch bedenke, was du am Ende haben willst.

Eine Geschichte über die tiefesten Kohlegruben in Ostbrandenburg funktioniert auf einem Globus weniger gut als eine Story über die weltweiten Auswirkungen der Tulpenmanie im 17. Jahrhundert.

Hast du dich für ein global darstellbares Thema entschieden, melde dich via Mail, Facebook- oder Google-Account an. Fünf Projekte stehen dir in der kostenlosen Version zur Verfügung.

Anschauungsbeispiel

So legst du Informationshäppchen an

In meinem Beispiel wollte ich eine Auswahl der UNESCO Weltkulturerbestätten der Kategorie "Natur" auf dem Globus unterbringen, um eine interaktive Karte zu erstellen, die es mit der offiziellen UNESCO-Karte auf sich nehmen kann. Ein Klick auf "Add Event" reicht, um ein neues Element anzulegen. Füge Titel und Text hinzu. Ein Bild kannst du per Upload oder über eine Bild-URL einfügen.

Dieses Bild wird dann auch angezeigt, wenn der User die interaktive Erdkugel dreht und auf dein Icon klickt. Vergesse dabei nicht, den Ort hinzuzufügen, damit dein Icon auf der richtigen Stelle der Karte angezeigt wird. 

Spanne dein Informationsnetz!

Nach und nach fügst du so weitere Elemente hinzu. Links auf der Webseite neben der Weltkugel wird dir die Liste der schon angelegten Icons angezeigt. Leider ist es bisher nur möglich, Bilder einzufügen. Multimedia-Inhalte sind bisher nicht möglich. Auch die Form oder Farbe des jeweiligen Icons, das dein Element auf der Karte repräsentiert, kannst du nicht selbst bestimmen. Es sei denn, du bist bereit, ein wenig Geld springen zu lassen. Wie viel eine Pro-Version kostet, scheint wohl Verhandlungssache zu sein.

Die Entwickler von Timescape haben das Tool jedoch mit einer interessanten Funktion ausgestattet, die erst auf dem zweiten Blick mehr Sinn ergibt. Falls du sehr viele Elemente angelegt hast, solltest du sie mit selbst gewählten Stichworten vertaggen. Timescape gibt dir immerhin die Möglichkeit, innerhalb von zwei verschiedenen Kategorien deiner Wahl Tags zu vergeben. 

Die Tag-Funktion

In meinem Beispiel habe ich nur eine Kategorie ausgewählt und die Elemente mit den Herkunfskontinenten der UNESCO Weltkulturerbestätten vertaggt. Das ist vor allem für zwei Dinge praktisch: Zum einen erleichtert es dem User bei einer großen Anzahl von Elementen, nur die in der Liste anzeigen zu lassen, die ihn interessieren. Klickt er beispielsweise auf den Tag "Africa", erscheinen nur die Welterbestätten, die in Afrika verortet sind.

Bei großen Datenmengen, kannst du dir auch die Verteilung der Tags anzeigen lassen. Klicke dazu auf Statistiksymbol unterhalb deines Projekttitels. Dort siehst du anhand eines Kreis-Schaubildes, wie die Tags auf die Gesamtzahl deiner Elemente verteilt sind und kannst so später beispielsweise Rückschlüsse daraus ziehen, auf welchem Kontinent die meisten Welterbestätten stehen. 

Hier spielt auch eine dritte praktische Funktion von Timescape mit rein: Per E-Mail-Einladung kannst du bestimmen, wer außer dir auch noch an deiner Karte mitarbeiten kann.

Pro

Timescape ist einfach zu bedienen. Man versteht das Prinzip auf Anhieb und kann ohne große Umwege loslegen. Bei vielen Datenmengen ist die Tagfunktion ganz praktisch. Außerdem lässt sich deine Karte auch von anderen Kollegen erweitern, indem du sie per Mail zur Zusammenarbeit einlädst. Und Timescape setzt auf schlichtes Design und bleibt daher sehr übersichtlich - sowohl für dich als auch für deine Nutzer. 

Kontra

Ach Timescape, warum kann man bei dir nur Text und Bild einbetten? Du wärst eigentlich ein ganz schönes Tool, wenn du zumindest ein paar andere Medien von der Klaviatur beherrschen würdest. Sehr schade. So erinnert Timescape eher an eine traurige Variante von ThingLink nur mit zusätzlicher Kartenfunktion. Auch die Einstellungsoptionen lassen in der Free-Variante zu wünschen übrig: Weder kann man das Design der Pins bestimmen, noch die der hinzugefügten Texte und Bilder. Da müsste auch kostenlos noch mehr gehen.

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Fazit & Alternativen

Timescape ist vor allem für Anfänger geeignet, die gerne schnell und einfach Informationen auf einer Karte darstellen lassen wollen. Für den geübten Multimedia-Journalisten ist die Anwendung eher eine Enttäuschung.

coole Beispiele

Ich empfehle daher eher einen Blick auf ausgereiftere Programme zu werfen. Wenn du dich mit Kartentools generell noch nicht so auskennst, ist Mapjam ein ganz guter Einstieg - mit dem Prinzip: der Verortung von Informationen mit Pins auf einer Karte. Ist dir das zu einfach und das Programm zu beschränkt, ist Mapbox das Programm deiner Wahl. Ein großartiges Werkzeug!

Dient dein Projekt vor allem dazu, Daten auf Karten abzubilden, solltest du dir CartoDB genauer angucken – vielleicht sogar oder amChart Maps, wenn du dir schon mehr zutraust. Auch nicht schlecht ist der Klassiker TimeMapper, der auch die Einbettung anderer Medienarten erlaubt und die interaktive Karte mit einer Zeitleiste verknüpft.