Storyform

Storyform will Geschichten in Hochglanz-Magazin-Storys verwandeln. Anders als vergleichbare Programme setzt das Tool nicht auf Scroll-Down sondern auf printartiges Blättern.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Storyform ist das wohl schlechteste Webreportagen-Programm, das mir bis dato untergekommen ist. Es strotzt vor Fehler und hängt sich regelmäßig auf. Buggs, Drei-Klick-Navigation, keine Audios – und das alles zu einem stattlichen Preis.

Scrollytellings sind überall. Wie schön, wenn es mal jemand anders versucht. Die – weiter unten eingebundene – Demo-Version von Storyform steckte also schon länger in meinem digitalen Klemmbrett der Tools, die ich ausprobieren wollte.

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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Basic: kostenlos n
Pro: ab 39 US-$
englisch
30 Minuten
1-2 Stunden
URL
FAQ


zum Tool

Mit seinem printartigen links-rechts-Blättern war es schlicht anders, neu und gleichzeitig retro. Als wir vor drei Monaten bei der Firma um einen Pro-Account baten, um alle Features testen zu können, wurde wir gebeten, uns ein wenig zu gedulden. Ein neues Release stünde bevor. Das lohne es sich abzuwarten.

Nun, die Zeit ist vorbei und wir haben einen Blick ins Programm gewagt – und danach diskutiert, ob wir es überhaupt vorstellen. Denn Storyform ist ein Griff ins Klo. Verbuggt, unintuitiv, nervenaufreibend – mehr wäre eigentlich nicht zu sagen. Doch weil auf die großen Erwartungen so große Enttäuschung folgten: hier ein Verriss, der von Herzen kommt.

Anschauungsbeispiel

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Was noch okay ist ....

Solltest du trotz dieser eindringlichen Warnung versuchen, dir einen Account bei Storyform zu erstellen, gelangst du in ein aufgeräumtes Dashboard, wo du Titel, eine "Byline", Autor und Datum einstellen kannst. Die "Byline" sollte nicht zu lang ausfallen, da hier kein Spaltenumbruch programmiert wurde und die Zeile ohne Rücksicht auf Verlust über den Bildschirm marschiert. Neue Absätze oder Medien können nach einem Enter eingefügt werden – zumindest manchmal. Ein kleines sich öffnendes Menü verspricht dir dann, Fotos, Videos und Html-Codes einzufügen. Letzteres funktinioniert – überraschenderweise – nicht. Auch ein Trennstrich "Section" kann hinzugefügt werden, der wohl längere Textblöcke manuell auf verschiedene Seiten verteilen soll. So ganz durchschaut haben wir das nicht.

Sobald Text erscheint, kann dieser über ein sporadisch erscheinenden Mini-Editor gelayoutet werden. Wobei Mini sich nicht nur auf das Design des Editor bezieht, sondern auch auf die Funktionen, die er anbietet. Eine Undo-Funktion gibt es übrigens auch nicht. Nur manchmal funktioniert es mit STRG+Z den gesamten Text zu löschen – wenn man Glück hat.

Was nicht okay ist ...

Hast du so deine Webgeschichte aus Zusatzmaterial, Text und viel Glück zusammengestückelt, empfielt es sich in den Preview-Modus umzuschalten. Hier wird deine Geschichte nun so dargestellt, wie sie auf unterschiedlichen Geräten ausgespielt werden würde. Die Macher von Storyform erwarten nun, dass du ein Template auswählst (fünf stehen zur Verfügung, wenn du einen Pro-Account hast) und dann für jedes Gerät jede Seite deiner Geschichte durchgehst. Bei einem Artikel von rund 7000 Zeichen sind das allein Dutzende. Was andere Programme automatisch responsiv rechnen, darfst du hier manuell machen. Zudem musst du dich bei jeder Seite zwischen diversen Seitenlayouts entscheiden, die alle selten gut aussehen und zudem selbst nicht veränderbar sind.

Zudem treten häufig Layoutfehler wie falschen Zeilenumbrüche oder riesige Freiflächen auf. Hinzu kommt, dass keineswegs alle Display-Größen abgedeckt sind. Ob die Entwickler hier einfach Frust ablassen wollten oder schlicht nicht programmieren können, ist uns ein Rätsel.

Lust und Frust

An diesem Punkt war für uns Schluss. Wir mussten leider darauf verzichten, eine eigene Geschichte für diesen Testbericht aufzubereiten. Jede Seite von Hand nach vorgefertigten Schablonen zu layouten und selbst kleine Fehler nicht ausbessern zu können, verbreitet Frust.

Erwähnen wollen wir auch, dass Storyform ein WordPress-Plugin anbietet, dass eigene Artikel automatisch umwandelt. Da unser Vertrauen in die Codierfähigkeiten der Programmierer aber mittlerweile derartig gering war, haben wir davon abgesehen, den Quellcode dieser Webseite damit zu belästigen. Das Risiko war uns schlicht zu hoch. Wer es trotzdem ausprobieren will, sei herzlich aufgefordert, uns an seinen Erfahrungen teilhaben zu lassen.

Pro

Nun ja, da das Demo-Beispiel ziemlich gut aussieht, muss es theoretisch möglich sein, mit Storyform Geschichten schön zu layouten. Wir haben es nicht geschafft. Und auch wenn wir überzeugt sind, viel Erfahrung damit zu haben, heißt dies nicht, dass nicht auch wir an einem Programm versagen können. Vielleicht ist Storyform ein hässliches Entlein mit dem Innern eines Schwans. Vielleicht aber auch nicht.

Kontra

Text-Editor: ein Schatten seiner Möglichkeiten. Navigation im Editor: ein Grauen. Einfügbare Codes: funktionieren nicht. Einbettbare Audios: was?!?! Der Preview-Modus: ein schlechter Witz. Ein Einbettungscode: hat man nicht nötig. Einzig bei dem Preis zeigt Storyform Größe. Wer das Branding von seinen Geschichten entfernen will, bezahlt 39 US-$ pro Monat – wenn er unter 10 000 Page Views hat. Für mehr sind royale 149 US-$ fällig. Das sind für die gelieferte Software wahrhaft aristokratisch verwegene Preise.

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Fazit & Alternativen

Um es kurz zu machen: Just ... just don't! Storyform ist ein großer Fehler.

coole Beispiele

Sorry, keine gefunden ¯|_(°-°)_|¯

Dabei gibt es so viele andere Programme, die ähnliches versprechen – und auch halten. Empfehlen wollen wir beispielsweise Racontr und Storybuilder.