Story.am

Mit Story.am kannst du Webreportagen basteln. Ähnlich wie Atavist oder PictureStory bietet dir Story.am einen Editor in dem du Text, Bild, Audio, Video, Karten und vieles mehr zu einer Geschichte verzahnen kannst.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Story.am ist ein relativ unbekannter Cousin des gefeierten Aesop Story Engine. Es ist – mit einer Ausnahme – leicht zu bedienen, minimalistisch und soll sogar in eine eigene Wordpress-Seite Exportiert werden können. Ein rundum-sorglos-Empfehlung, wäre da nicht dieser äußerst ärliche Bug ...

Einige Webreportagen-Programme haben wir auf diesem Blog bereits getestet. Diese Woche schaue ich mir Story.am an.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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kostenlos
englisch
45 Minuten
2 Stunden
URL, HTML-Code
FAQ


zum Tool

Das Programm ist ein kleiner, geheimer Cousin von Aesop Story Engine, das für seine famos gestalteten Scrollytelling-Templates bekannt ist. Während Aesop jedoch viele Hundert Euro kostet, ist Story.am kostenlos – Serverplatz inklusive. Zudem soll es möglich sein die eigene Webstory samt Layout auf einen eigenen WordPress-Blog zu ziehen.

Wie die großen Player Atavist und Immersive bietet Story.am die Möglichkeit externe Medien, wie Videos, Audios und Infografiken in die Webreportage einzufügen. Allein Bilder bereiten Probleme, aber dazu später mehr. Hier eine Dummy-Reportage für den ersten Eindruck:

Anschauungsbeispiel

FallbeispielFallbeispiel

Simpler Editor

Um deine eigene Webreportage zu bauen, melde dich bei Story.am an. Unter "Site Name" musst du den Namen deiner Subdomain eingeben. Dann öffnet sich dein Dashboard, wo du neue Geschichten basteln kannst. Ein kleines Tutorial (s. Bildergalerie) erleichtert dir den Start. Die beschränkte Anzahl der klickbaren Buttons tut ihr Übriges. Das Anlegen der ersten Webreportage sollte kein Problem sein.

Nun kannst du dir deine Webreportage zusammenstückeln. Videos, Audios, Texte, Zitate wollen eingefügt werden. Ein Headerbild kann als Hintergrund geladen werden und zwischen den Textblöcken geben Kapitel-Einschübe Struktur. Diese sind sowohl mit Hintergrundbild als auch mit -video verzierbar. Allerdings ist die Grenze von maximal 2 MB Größe für Videos sehr restriktiv.

Nach ein wenig Einübungszeit geht das Erstellen wie von selbst. Einzig Bilder und Bildergalerien sind kompliziert. Bilder können ebenso wie andere Elemente per Drag'n'Drop eingefügt, jedoch nicht einfach irgendwo plaziert werden. Soll das Bild links, aber doch nicht am Rand plaziert werden, hilft nur der Trick links daneben ein weiteres weißes Bild einzufügen, dass das eigentliche somit nach rechts drängt.

Bildergalerien

Bildergalerien sind noch schwieriger und leider verbuggt. Denn das Erstellen von Galerien im 1:1-Editor funktioniert vorne und hinten nicht. Besser ist es, zurück ins Dashboard zu gehen und dort unter "Menu" extern eine Galerie zu erstellen, zu beschriften und dann im eigentlichen Editor zu laden. Das ist umständlich, aber leider noch nicht einmal das größte Problem.

Denn leider kann nur eine Galerie pro Story eingefügt werden. Versuchst du eine zweite im späteren Verlauf deiner Geschichte zu platzieren und verknüpfst sie mit einer anderen von dir erstellten Galerie, werden in beiden Platzhaltern stets ein und die selbe geladen. Warum? Keine Ahnung.

Hinzu kommt, dass Parallaxbilder als Galerien angelegt werden müssen. Es heißt am Ende also: eine – und nur eine – Galerie oder ein Parallax-Bild pro Geschichte. Das ist großer Mist.

Exportieren & Analysieren

Dafür will Story.am an anderer Stelle punkten. Denn ist deine Geschichte erst einmal geschrieben und publiziert, soll es möglich sein, sie mit einem Klick im Dashboard auf den eigenen WordPress-Blog zu exportieren.

Leider hat Story.am bei meinem Test lediglich zehn Minuten geladen ohne letztlich einen HTML-Code auszuspielen. Ob das Programm sein Versprechen des Exports hält, kann ich leider nicht bestätigen.

Willst oder kannst du deine Geschichte nicht auf eine andere Domain ziehen und möchtest dennoch Zugriffsstatistiken auswerten, kannst du deine Story.am-Subdomain mit Google Analytics verbinden.

Pro

Story.am ist leicht zu bedienen und bietet so gut wie alle Möglichkeiten, externe Medien einzubinden. Der WYSIWYG-Editor ist gut und durchdacht. Das Endergebnis kann sich ästhetisch auch mit anderen Playern wie Atavist messen. Nicht zuletzt ist Story.am kostenlos.

Kontra

Story.am hat kleine Programmierschwächen, über die man alle hinwegsehen kann. Und es hat einen Bug, der das Programm für viele Geschichten unbrauchbar macht: Parallax-Bilder und Galerien. Wer hierauf Wert legt, sollte sich nach einem anderen Programm umsehen.

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Fazit & Alternativen

Story.am ist ein tolles Programm für Einsteiger und Fortgeschrittene. Wer vor allem visuell mit Bilder erzählen will, sollte sich eher PictureStory ansehen.

coole Beispiele

Sehr zu empfehlen sind ebenfalls Klynt und Racontr. Für magazinartige Geschichten bietet sich Readymag an. Eher etwas für Fortgeschrittene ist das georgische Storybuilder.