Splice

Splice ist eine App für dein Smartphone oder Tablet, mit der du in kurzer Zeit hochwertige Videos bearbeiten und erstellen kannst. Sie ist perfekt geeignet für den Einsatz im Mobile Reporting!

Hinweis: Der letzte Woche versprochene Beitrag zu Chatbots bei Facebook Messenger verzögert sich ein wenig, weil der Bot erst noch von Facebook freigegeben werden muss.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ungelogen: Splice ist die erste App, die mich fast vollkommen überzeugt hat. Wenn die Entwickler noch ein paar Kinderkrankheiten ausmerzen, dann ist es DIE App für Mobile Reporting. Denn sie ist nicht nur auf Anhieb verständlich, sondern besticht mit ihren vielen tollen und wirklich praktischen Funkionen. Dickes Lob!

Neulich war ich - wie 8.000 andere Teilnehmer auch - auf der re:publica. Hätte ich damals schon von Splice gewusst, hätte ich mich gefreut. Denn die App vereinfacht tatsächlich das Arbeiten vor Ort.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Tutorial
Support

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Basic/Pro: kostenlos
zahlreiche Sprachen
1 Stunde
1 Stunde
YouTube-URL, Videodatei
Youtube
Homepage


zum Tool

Vor allem, wenn man nur mit dem Smartphone für "Social Media" unterwegs ist. Das Stichwort lautet also: Mobile Reporting. Für nichts anderes ist Splice besser geeignet als genau für dieses Fomat. Doch der Reihe nach. 

Auf die App gestoßen bin ich über den Action-Kamera-Hersteller GoPro, der vor kurzem Splice gekauft hat. Ein Hinweis darauf, dass die Anwendung was kann. Für alle Android-Nutzer leider eine Enttäuschung vorweg: Splice gibt es sie bisher nur für iOS. 

Anschauungsbeispiel

Projekt anlegen

Installiere die App auf deinem Smartphone oder deinem Tablet. Über ein Pluszeichen oben rechts in der App legst du ein neues Projekt an. Daraufhin gelangst du in deine eigene Mediathek. Klicke dort alle Fotos und Videoclips an, die du für dein Webvideo brauchst. Die Reihenfolge spielt keine große Rolle, du kannst die Elemente später mit dem Finger einfach an die richtige Stelle verschieben. Bevor du richtig loslegst, solltest du einen Blick auf die Projekteinstellungen werfen. Hat dich der Trend von Hochkant-Videos überzeugt, genügt ein Klick auf das entsprechende Kästchen. 

Sobald all deine Medien ins Projekt importiert worden sind, kannst du zwischen zwei Modi wechseln: Video- und Audiobearbeitung. Ich empfehle dir, mit der Videobearbeitung anzufangen. Dort legst du die Reihenfolge deiner importierten Clips fest, bestimmst die Länge der einzelnen Clips und kannst zwischen verschiedenen Blenden als Übergänge wählen.

Trimm dein Video

Um einen einzelnen Clip zu bearbeiten, klicke darauf. Nun stehen dir viele verschiedene Funktionen offen, um dein Video zu bearbeiten. Als erstes kannst du dein Video trimmen, das heißt, es kürzen. Natürlich geht das mit dem Finger nicht auf den Frame genau wie bei einem professionellen Schnittprogramm, aber mit ein bisschen Übung kriegst du es auch so hin. Außerdem kannst du deinem Clip einen Farbfilter hinzufügen (erinnert an die Filter von Instagram), die Geschwindigkeit verändern oder Text und eine Animation hinzufügen (wie ein leichter Zoom). 

Trimm dein Audio

Die Entwickler von Splice legen Wert auf die Audiobearbeitung. Wechsel in den Audio-Modus, um dort den Ton zu bearbeiten. Ingesamt stellt dir Splice vier Tonspuren zur Verfügung, eine davon ist allerdings schon besetzt vom Ton deiner importierten Videoclips.

Tricks für Pros
Mit Splice kannst du auch deine Fotos animieren. Änderst du beispielsweise den Ausschnitt des Bildes, erstellt Splice auf Wunsch automatisch eine Animation. Die Animationen wirken allerdings besser, wenn du sie etwas länger als vier Sekunden stehen lässt. Probier's einfach mal aus!

Zwei der Tonspuren sind für Musik oder Effekte bestimmt. Per Klick kannst du Musik aus der App-Musikbibiothek auswählen  oder auch aus deinem eigenen iTunes-Konto Musik hinzufügen. Die letzte Tonspur ist für Sprachaufnahmen gedacht. Klickst du auf das rote Mikrofonsymbol, nimmst du über dein eingebautes Mikrofon Ton auf. 

Wenn du fertig bist, kannst du dein Video in vier verschiedenen Qualitätsstufen speichern, darunter auch in HD. Wenn du willst, lade dein Video auf YouTube oder Instagram hoch. Eine Verbreitung über Twitter ist noch nicht in der App integriert. Eines der wenigen Mankos der App. 

Pro

Splice macht meistens genau das, was man erwartet, wenn man zufällig irgendwo drauf klickt. Es ist eine der intuitivsten Apps, die ich kenne. Lobenswert ist vor allem die integreierte Musikfunktion. Schön ist auch, dass die Macher von Splice an Bild- und Tonblenden gedacht haben. Auch Standbilder lassen sich so animieren, dass sie im Webvideos plötzlich ganz schick aussehen. Splice ist zudem kostenlos. Die Entwickler haben sich zudem ein nerviges Wasserzeichen oder Logo gesparrt. Praktisch ist zudem, dass sich das fertig Video sowohl lokal speichern als auch direkt auf YouTube oder Facebook teilen lässt. Daumen hoch!

Kontra

An Splice stören nur wenige Dinge: Schön wäre es, könnte man den Ton manuell blenden. Bisher gibt es nur eine automatische Blendenfunktion. Auch wenn mehr Textarten zur Verfügung stünden, wäre ich glücklicher. Hinzu kommt, dass es manchmal Probleme beim Abspielen des Videos im Projekt auftreten. Dort springt der Abspielpunkt manchmal zurück. Aber ehrlich - das war's auch schon an Kritik!

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Fazit & Alternativen

Ohne Scheiß - Splice ist bisher die beste App für Mobile Reporting, die über meinen App-Store gedownloaded wurde. Das liegt zum einen an den vielen praktischen Videofunktionen, aber auch an der - wenn auch verbesserungwürdigen - Audiobearbeitungsfunktion. Außerdem gibt es keine Längen-Begrenzungen wie bei einigen anderen Apps. Und nicht zu vergessen: Die App ist kostenlos!

Eine nennenswerte Alternative ist Tastemade, die wir schon vor einiger Zeit getestet hatten. Stehst du vor allem auf lustige Hochkant-Videos mit lustigen Filtern, dann ist wohl weiterhin Snapchat deine Wahl.