Splash

Splash ist eine kostenlose App, mit der du mithilfe deines Smartphones 360-Grad-Bilder und -Videos produzieren kannst. Bisher ist sie allerdings nur für Apple-Geräte verfügbar.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Vorweg: Die Idee, mit einem Smartphone 360-Videos erstellen zu können, ist eigentlich schon ziemlich genial. Leider ist das Smartphone aber nicht fürs 360-Grad-Filmen entwickelt worden. Bei Splash hapert es deswegen noch an einer überzeugenden Bildumsetzung. Für Journalisten ist es noch nicht brauchbar. Aber: Ein Start-up mit viel Potential.

Die 360-Grad-Video-App Splash sorgte kürzlich in Texas für Furore:

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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kostenlos
englisch
5 Minuten
10 Minnden
YouTube-URL
kein


zum Tool

Auf dem Festival für Musik, Film und interaktive Medien "South by Southwest" (SXSW) in Austin hat das Berliner Start-up kurzerhand bei einem Gründerwettberb den ersten Platz abgeräumt - und konnte sich gegen insgesamt 48 Teams aus aller Welt durchsetzen.

4.000 US-Dollar Preisgeld klingen vielleicht erstmal ziemlich mikrig, doch in der Start-up-Welt ist die Bedeutung des Prestiges größer als der Geldwert: Der Preis des SXSW Accelerator kommt einem Ritterschlag gleich.

Anschauungsbeispiel

So geht's rund!

Besser hätte das Timing auch nicht sein können, wo doch dieses Jahr zahlreiche Hersteller ihre 3D-Brillen für den Endverbraucher auf dem Markt bringen (wie Ende März Virtual-Reality-Pionier Oculus Rift). Bisher gibt es nur eine iOS-Version von Splash. Ein Pendant für Android-Geräte ist in Planung.

Melde dich bei Splash mit deiner E-Mail-Adresse an, dann geht’s los. Splash nutzt für die 360-Grad-Ansichten die Kamera deines iPhones.

Da geht noch mehr!

Das Prinzip: Du fotografierst oder filmst in alle Richtungen und machst viele kleine Aufnahmen. Dabei kannst du dich anhand eines Rasters orientieren, das zeigt, welche Bereiche dir noch fehlen. Splash fügt automatisch die Bilder bzw. Videos zusammen. Daraus entsteht der 360-Grad-Eindruck.

Du kannst dabei entscheiden, ob du nur ein 360-Panorama-Bild schaffen willst, oder eine Kombination aus Videoaufnahmen. Der etwas gewöhnungsbedürftige Clou dabei: Entscheidest du dich für ein 360-Grad-Foto, kannst du zumindest einzelne Bereiche innerhalb deines Bildes als Bewegtbild abspeichern. Auch Audio-Aufnahmen für ein "Foto" sind somit möglich.

Teile deine 360-Grad-Welt

Jetzt kommt der große Heulfaktor: Bisher sind die einzelnen Videoclips, die man für seinen 3D-Clip erstellen kann, nur zwei Sekunden lang. Andererseits: In zwei Sekunden kann sich viel verändern und das iPhone kann nunmal nur einen Teilbereich der 360-Grad-Ansicht ablichten.

Tricks für Pros
Um das Beste aus der App herauszuholen, achte darauf, dich selbst nicht zu sehr von deiner Stelle zu bewegen. Achte außerdem darauf, dass sich die Lichtverhältnisse nicht zu sehr unterscheiden. Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du einen ruhigeren Platz suchst, wo nicht viele Bewegungen stattfinden.

Verändert sich der Bildinhalt zwischen den Bildern oder kurzen Videoclips, die zusammengefügt werden, zu sehr, werden die Übergänge, die die App für dich macht, kantig und alles andere als fließend. (Unser eigene Test am Brandenburger Tor illustriert dieses Manko ziemlich gut.) Dein Ergebnis kannst du in der App abspeichern. Dort gibt es auch "Spashs" von anderen Nutzern zu begutachten. Auf Facebook kannst du dein Werk dann teilen. Splash lädt für dich dazu deinen kleinen Clip auf YouTube hoch. Praktisch, denn YouTube unterstützt ja bereits 360-Grad-Videos.

Die fertigen Clips können sowohl durch eine VR-Brille oder auch direkt auf dem iPhone angeschaut werden. Also für alle da draußen, die schon eine Brille besitzen, sind das schon einmal gute Nachrichten.

Pro

Ganz klar: Splash macht Spaß! Die kinderleichte Bedienung der App trägt dazu bei. Und für 360-Grad-Aufnahmen von Plätzen, auf denen nicht allzu viel Bewegung stattfindet, kann sich das Ergebnis durchaus sehen lassen. Allein der Fakt, dass man für eine 360-Grad-Ansicht sich keine extra Kamera zulegen muss, spricht für sich.

Kontra

Allerdings - gibt es ein dickes Minus für die schlechte Auflösung. Die Bilder wirken sehr verpixelt und die Übergänge wegen des Aneinanderschneidens der Bilder oft hart und unscharf, Bildfehler inklusive. Da gibt’s großen Nachholbedarf.

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Fazit & Alternativen

Mit ein paar Investorengeldern in der Tasche kann aus Splash noch das große Ding werden, sofern die oben genannten Kinderkrankheiten ausgemerzt sind. In dem aktuellen Zustand ist der Einsatz der App  zumindest für journalistische Zwecke noch verfrüht.

coole Beispiele

Gut, dass es gute Alternativen gibt, wie zum Beispiel 360 Panorama. Am besten funktioniert in unseren Augen bisher die App Fyuse. Sicher ist: Splash wird nicht die letzte App sein, die 360-Grad-Ansichten ins Visier nimmt. Die App ist zwar nicht perfekt, aber zumindest hat sie mit ihrer Idee einen respektablen Start hingelegt.