Spike

Spike durchforstet die sozialen Netzwerke nach Beiträgen, die gerade oder künftig viral gehen. Das Web-Tool hilft Journalisten, frühzeitig Trends für die Berichterstattung zu erkennen.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

In Spike kann man sich ganz schön verlieren – im positiven Sinne! Es gibt so viel zu entdecken und zu analysieren! Für Einzelpersonen wie Blogger ist Spike aber sehr wahrscheinlich viel zu mächtig. Für Redaktionen hingegen kann sich Spike lohnen – vor allem, wenn sie auf Trends setzen wollen, bevor sie im Netz viral werden.

Reichweiten, Likes und Shares in den sozialen Netzwerken – immer häufiger wird daran der Erfolg von Medienhäusern gemessen. Vor allem Facebook ist mit seinen zwei Millarden Nutzern wohl die wichtigste Plattform. Doch für welche Themen interessieren sich die User überhaupt?

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Tutorial
Support

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Basic: kostenlos
Pro: auf Anfrage
englisch)
15 Minuten
15 Minuten
URL
07.07.2017
Youtube
Help Center


zum Tool

Um das herauszufinden, hat das irische Unternehmen Newswhip die Plattform Spike entwickelt. Das Programm richtet sich an Social-Media-Manager, Journalisten und andere, die in den sozialen Netzwerken unterwegs sind.

Spike bietet für den Einstieg eine mehrtägige kostenlose Testversion, die sich lohnt, um zu verstehen, wie das Programm funktioniert und wie es aufgebaut ist. Den Preis für eine Vollversion nach der Testphase nennt das Unternehmen auf Anfrage.

Anschauungsbeispiel

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Der Blick in die Glaskugel

Mit Spike kannst du Themen entdecken, die trenden. So sucht das Programm in Facebook, Twitter, Instagram und YouTube-Posts, die kürzlich besonders häufig mit "Gefällt mir" geklickt oder von Usern geteilt oder retweetet wurden. Das Herzstück von Spikes Viral-Suche ist das Analyse-Dashboard.

Dort kannst du nach diversen Kriterien filtern: Art des sozialen Netzwerkes, Ort, Thema, Sprache des Posts, Format (z.B. Live-Video) und seit wann der Post öffentlich sein soll. Mit wenigen Mausklicks kannst du so sehen, welche Videos in Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden besonders oft geteilt wurden oder auch, auf welche die User am häufigsten mit dem zornigen Facebook-Emoji reagiert haben.

Den großen Sprung wagt Spike aber mit seiner Funktion "Predicted Interactions". Damit versucht das Programm vorherzusagen, was – nicht jetzt – sondern erst künftig die sozialen Netzwerke bewegt. Den Blick in die Zukunft liefert ein Algorithmus, der Vorhersagen trifft, wie User mit einem Post interagieren wird. So identifiziert Spike beispielsweise Beiträge, die zwar noch nicht weit verbreitet sind, die von Usern aber auffallend häufig kommentiert und gelikt werden. Du kannst so Themen aufspüren, noch bevor sie in aller Munde sind.

Pro

Spike ist ein sehr mächtiges und komplexes Tool. Es unterstützt mehr als 100 Sprachen und analysiert die Interaktionen mit den wichtigsten sozialen Netzwerken. Außerdem bietet das Programm eine integrierte Alarmfunktion für erhöhte Interaktionsraten und eine Anbindung an den Messaging-Dienst Slack.

Kontra

Allerdings kann Spike auch überfordern. Schnell verliert man sich in den zahlreichen Funktionen. Kostenlose Videotutorials bieten aber etwas Hilfe beim Einstieg.

Fazit & Alternativen

Spike ist eine Fundgrube für alle Journalisten, die wissen wollen, welche Themen die Netzgemeinde beschäftigt und wie sie dieses Wissen nutzen können, um mit eigenen Inhalten mehr Menschen zu erreichen.

Spike ist im Vergleich zu vielen anderen Trendanalyse-Tools eines der ausgereifsten und mächtigsten. Als interessante Alternative können wir dir Twain empfehlen – eine kostenlose App, die mithilfe eines schlauen Algorithmus Trends aufspüren will, die außerhalb der Facebook-Filterbubble entstehen. Ich persönlich nutze regelmäßig das Tool Nuzzle, das mich regelmäßig darüber informiert, wenn ein Post besonders häufig in meinem privaten Netzwerk geteilt wurde.