Scene VR

Scene VR ist ein Tool zur Darstellung von interaktiven 360°-Panoramen und Bildergalerien von Virtual-Reality-Aufnahmen. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Hat man die Einbindung von Flickr-Galerien erst einmal geschnallt, geht das Einbinden von VR-Elementen in die eigene Website schnell von der Hand. Scene VR ist wie so viele Programme der Knight Lab Foundation extra für Journalisten gemacht. Das merkt man.

So richtig durchgesetzt hat es sich noch nicht. Und das, obwohl die Technologie schon seit Jahren als der Trend im Bewegtbild-Format gilt. 

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Support

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kostenlos
englisch
20 Minuten
30 Minuten
URL, Embed
19.01.2018
FAQ


zum Tool

Die Rede ist VR, von Virtual Reality, die digitale Erlebniswelten zum selber Erkunden erschaffen kann. Doch VR-Geräte sind unhandlich, unbequem und vor allem zu teuer. Doch das dürfte sich bald ändern. Konzerne wie Facebook, Google und Intel investieren derzeit Milliarden in die Weiterentwicklung der Technologie. 200 Euro soll eine Oculus-Brille bald nur noch kosten, hat Facebook angekündigt. Laut dem Branchenverband Bitkom hat immerhin schon jeder fünfte Deutsche einmal eine VR-Brille auf der Nase gehabt.

Anschauungsbeispiel

VR-Elemente erstellen

Tatsächlich ist es für Journalisten bereits heute mit wenig Aufwand verbunden, kleine, virtuelle Welten für die eigenen Leser zu produzieren. Mit dem Smartphone und kostenlosen Apps wie Googles Cardboard-Kamera können Journalisten 360°-Aufnahmen von Schauplätzen knipsen, die die Software zu einem Rundum-Bild zusammenbastelt. Damit das 360°-Foto am Ende aber auch in die eigene Website integriert werden kann, hat die Knight Lab Foundation kürzlich ein Programm entwickelt: Scene VR kann Panoramen als interaktive 360°-Bilder-Galerien darstellen – oder falls eine entsprechende Brille zur Hand ist, auch als virtuelle Umgebung produzieren.

Die Flickr-Verknüpfung

Dafür muss das geknipste Panorama-Foto beim Online-Bilder-Dienst Flickr hochgeladen werden. Am besten ist ein Seitenverhältnis von 2:1. So entstehen später keine schwarzen Räume am unteren und oberen Rand des Bildes und der Betrachter wird komplett von der 360°-Bildkugel umhüllt. Der Link zum Bild muss dann in ein auf Scene.knightlab.com bereitgestelltes Google-Drive-Dokument eingefügt werden. Wer nicht nur ein Bild, sondern gleich eine ganze Galerie haben will, fügt mehrere Bilder-URLs hinzu. Dazu lassen sich kurze Beschreibungstexte dichten. Sie erscheinen später unter dem 360°-Bild und können den Leser wie in einer Geschichte durch die Bilder-Galerie führen.

Der Link des Google-Dokuments muss schließlich auf der Website von Scene eingefügt werden. Scene öffnet danach mit Klick auf den “Preview”-Button eine neue Seite mit der VR-Bildergalerie. Die URL dieser Seite kann über einen normalen Einbettungsbefehl, den sogenannten iFrame-Code, in die eigene Website eingefügt werden

Pro

Scene ist leicht zu bedienen, kostet wenig Zeit und kein Geld. Die Panoramen können Lesern eine plastische Erfahrung von Schauplätzen oder Protagonisten bieten – egal ob als VR mit Brille oder interaktive 360°-Rundum-Fotos.

Kontra

Leider kämpft Scene noch mit Kinderkrankheiten. In alten Browsern funktioniert das Programm nicht immer stabil, zuweilen lädt Scene die Bilder nicht optimal. Auch ist die benötigte Datenmenge recht hoch. Die VR-Bildergalerie ist also nichts für Online-Leser, die mobil unterwegs sind.

Fazit & Alternativen

Scene ist ein gutes, simpel zu bedienendes Programm, das extra für Journalisten entwickelt wurde und Mehrwert bietet. Leider liegen alle Dateien letztlich auf fremden Google- oder Flickr-Servern. Für jene, die das Programm lieber nur auf eigenen Servern betreiben wollen, liegt der Quellcode auf der Entwicklerplattform Github.

Nicht ganz so ausgereift, aber einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Projekt Story Spheres von Google, das auch kostenlos ist. Dort kannst du 360-Grad-Szenen mit Audios kombinieren. Wer ein wenig Geld übrig hat, dem empfehlen wir auch ThingLink 360. ThingLink 360 setzt auf sogenannte Tags, die mit weiteren Informationen bestückt werden können. Erst kürzlich getestet haben wir Fader. So ganz üebrezugt waren wir aber nciht. 

Wer sich vor allem für Open-Source-Projekte in dem Bereich interessiert, sollte auch einmal ein Blick auf das GuriVR werfen. In unserem Test hat das Tool allerdings größere Schwächen gezeigt.