Roojoom

Die Macher von der Webseite Roojoom wollen dir helfen, deine Multimedia-Inhalte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen und auf den Punkt zu kommen. Dabei ist die Devise: Weniger ist mehr.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Roojoom ist eine nette Spielerei für Zwischendurch, aber mehr nicht. Es ist sehr schade, dass man nur vier (!) Medienarten bisher einbetten kann. Das macht Roojoom leider auch sehr unattraktiv für den Redaktionsalltag.

"Roojoom" klingt wie ein Zauberwort, dachte ich mir, als es bei mir vor ein paar Wochen in meinem Twitterfeed auftauchte. Zumindest klang es interessant genug, es einmal zu testen – zumal die Entwickler aus Israel stammen.

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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Basic: kostenlos
Pro: ab 99 US-Dollar
englisch
5 Minuten
10 Minuten
URL, Embed-Code
Homepage


zum Tool

Ein Grund mehr, denn israelische Startups hatten wir bisher noch nicht oft in unserem Portfolio. Die Webseite begrüßt mit "Easily create content collections that lead your audience down the path to conversion". Heißt: Die Macher von Roojoom wollen dabei helfen, sinnvolle Sammlungen aus Multimedia anzulegen, die dann mit den Nutzern teilt werden kann. Klingt zauberhaft.

Ein Lob vorweg: Die Entwickler von Roojoom verstehen etwas von Nutzerfreundlichkeit: Die Menüführung ist einleuchtend und die Oberfläche übersichtlich. Falls man einmal selbst nicht von alleine weiterkommen sollte (was schon sehr verwunderlich wäre!), bietet Roojoom eine Minitour an, in der Schritt für Schritt erklärt wird, was zu tun ist, um deine kleine Collage mit Multimediainhalten ansprechend zu gestalten.

Anschauungsbeispiele

Step by step

Das Prinzip von Roojoom ist einfach. Es arbeitet mit sogenannten Schritten ("Steps"). Ein Schritt bedeutet jeweils eine Seite in deinem Projekt. Nachdem du dich entweder über deinen LinkedIn-Account oder über deine E-Mail-Adresse angemeldet hast, erstellt du ein leeres Projekt und befüllst es mit Inhalten. Du kannst Links, Bilder, PDFs und Text hinzufügen. Und ja, das ist derzeit alles, was Roojoom zu bieten hat. Video-Upload? Fehlanzeige! Geht nur über Links. Hinzufügen von Social Media? Nope.

Hast du deine Medien gefunden und eingebettet, fehlt nur noch ein Klick auf "Share": Du kannst direkt den Link zu deinem Projekt öffentlich machen oder ihn an deine Freunde schicken, sodass nur sie Zugriff drauf haben. Oder aber du setzt den Link ganz auf privat – geschützt mit einem Passwort. Roojoom zaubert dir auch einen Embed-Code. Du kannst sogar wählen, ob du dein Endprodukt lieber als Quadrat oder als Rechteck auf deiner Webseite angezeigt haben möchtest.

Snackable

Wie bei vielen anderen Tools auch, ist die Gratisversion sehr beschränkt. Änderungen jeglicher Art sind praktisch unmöglich. Als Nutzer kannst du auch nur aus relativ wenigen Schriftarten auswählen. Die Gefahr: Das Produkt nutzt sich schnell ab, da es durch die wenigen Einstellungsmöglichkeiten schwierig wird, auf Dauer aus der Masse herauszustechen.

Was bekommt der Nutzer am Ende heraus? Wenn man so will, eine Art Bildergalerie, in der er sich per Mausklick hin und herbewegen kann. Für den User, der in der U-Bahn sitzt und keinen Bock mehr auf Tinder hat, kann das eine angenehme Abwechslung sein. Für den Spiegel-Leser, der in der 1. Klasse im ICE von Berlin nach Hamburg sitzt, vermutlich eher nicht.

Pro

Nichtsdestotrotz macht es Spaß, mit Roojoom zu arbeiten. Die Webseite ist sehr intuitiv und einfach gehalten. Somit weißt du genau, wie du vorgehen musst. Mit wenigen Mausklicks hast du schnell deine kleine Multimedia-Collage zusammen. Wenn du viele Bilder und nur wenige Fakten unterbringen willst, dann könnte Roojoom das Tool deiner Wahl sein.

Kontra

So überschaubar die Möglichkeiten, verschiedene Medien in dein Projekt einzubetten, so überschaubar auch dein Endprodukt. In Zeiten von Periscope-Videos, YouTube-Inhalten, Tweets und Snaps ist es bedauerlich, wenn nicht gar schlicht töricht, auf diese zu verzichten. Wenigstens auf den Upload von Videos hätten die Macher von Roojoom Rücksicht nehmen können. Das ist sicher kein Hexenwerk. Schade ist außerdem, dass einem beim Design die Hände gebunden sind. Da hilft auch kein Hokuspokus.

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Fazit & Alternativen

Um wenige Infos und schöne Bilder in kurzer Zeit ein bisschen für Social Media aufzuhübschen, dafür ist Roojoom sicher gut geignet. Aber für eine tiefgründige Multimedia-Reportage mit Audio, Video oder GIFs solltest du besser nicht auf Roojoom zurückgreifen.

coole Beispiele

Wenn du auf der Suche nach einer Alternative bist und eher auf Instagram-Optik stehst, möchten wir dir die App "Pic'PlayPost" ans Herz legen. Die App sammelt – ähnlich wie Roojoom – Inhalte und stellt sie zu einer Collage zusammen. Für die Livebericht-Erstattung bietet sich auch das Tool Storytile an, was auch die Einbettung von Social Media und Videos unterstützt.

Wenn du noch weitere Tools kennst, mit denen man gut multimediale Inhalte bündeln kann, sagt Bescheid!