QallOut

QallOut ist eine US-Plattform, die sich auf Online-Debatten spezialisiert hat. Zwei Gegner treten im Livestream gegeneinander an und können so auf Kommentare der Nutzer direkt reagieren.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ich bin unschlüssig, was ich von QallOut halten soll. Die Idee, die Debattenkultur durch Live-Streitgespräche wieder entflammen zu lassen, gefällt mir. Weniger gut gefällt mir die Optik, denn im Prinzip sieht man die ganze Zeit zwei "talking heads". Andererseits: Wenn das Thema interessant ist, bietet das Format eine gute Gelegenheit, Nutzer an der Debatte mit ihren Fragen teilhaben zu lassen.

Es dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben, dass Videos in sozialen Netzwerken mehr Reichweite erzielen als andere Inhalte. Noch besser als Videos funktionieren jedoch Live-Videos, die zum Beispiel vom Facebook-Algorithmus besser bewertet werden.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Tutorial
Support

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kostenlos
englisch
5 Minuten
20 Minuten
URL
Youtube
FAQ


zum Tool

Medienunternehmen schicken seitdem ihre Reporter vermehrt mit "Mobile Reporting"-Equipment raus und lassen sie von allen möglichen Events live berichten. Doch eine andere interessante Form des Einsatzes von Live-Videos führt bisher noch ein Schattendasein: die Live-Debatte.

Die versucht das die US-Plattform QallOut ins Netz zu holen und lässt Diskutanten aus der Community per Livestream gegeneinander antreten. Journalistisch interessant ist das, weil die User sich mit Kommentaren an der Diskussion beteiligen können und der Livedialog so interaktiv wird . Mit dem Programm können Journalisten die Nutzer somit an die Community binden.

Auch in Deutschland experimentieren Medien mit Diskussionen unter Lesern. So versucht beispielsweise Zeit Online mit dem Format #D17: Deutschland spricht User mit konkurrierenden Meinungen zum Miteinander-Reden zu bewegen. 

Anschauungsbeispiel

Deine erste Debatte

Melde dich über Twitter oder Facebook bei QallOut an. Die Plattform teilt sich in drei Bereiche: "Debate Challenges", "Head-2-Head Debates" und "Community Debates". Unter dem Reiter "Debate Challenges" findest du alle offenen Diskussionsfragen. Hier stellen sich in kurzen Videoclips deine potentiellen Debattiergegner mit ihrer These vor. Interessiert dich das Thema, kann du an der Diskussion teilnehmen und bestätigen, dass du gerne mit demjenigen ein Live-Streitgespräch führen möchtest. Per E-Mail wirst du dann informiert, um wie viel Uhr euer Streitgespräch stattfindet.

Willst du dir erst einmal andere Debatten zu Genüge führen, findest du unter "Head-2-Head Debates" eine Vielzahl von vergangenen Live-Dialogen. Schau dir dort ein paar an, um einen Überblick zu bekommen.

Lass die Community mitreden!

Dir brennt ein Thema unter den Nägeln, aber du fühlst dich nicht sicher vor der Kamera oder bist der englischen Sprache nicht so mächtig, dass du darin über hochpolitische Themen diskutieren könntest? Macht nichts – auch dafür hat QuallOut eine Lösung gefunden: Unter dem Reiter "Community Debate" kannst du eine These aufstellen, die Community darüber abstimmen lassen und sie per Kommentarfunktion an der Diskussion beteiligen lassen.

Wenn du selbst kein Thema hast, findest du unter diesem Reiter viele andere "Community Debates", an denen du dich selbst auch mit einem Kommentar oder deiner Stimmenabgabe beteiligen kannst.

Starte dein eigenes Streitgespräch

Du bist nicht kamerascheu und hast Lust zu streiten? Dann entscheide dich, eine eigene Debatte zu deinem eigenen Thema zu starten. Gebe dazu deine These per Text ein. Daraufhin kannst du dich entscheiden, ob du die Debatte im Livestream führen möchtest oder als Frage in die Community werfen möchtest (siehe oben).

Wenn du dich für das Live-Streitgespräch entschieden hast, kannst du zwischen einer zeitgebundenen und einer freien Diskussionsrunde wählen. In einer zeitgebundenen Variante hat jeder Diskutant hat nur eine bestimmte Zeit, um sein Argument darzulegen, danach wird gewechselt. Ist deine Debatte gestartet, musst du nur noch auf einen Gegner warten. QallOut empfiehlt dir dazu, den Link zu deiner Debatte über deine sozialen Netzwerke oder über die Facebook-Seite von QallOut zu teilen, um schneller einen Partner zu finden. Ansonsten wirst du per E-Mail informiert, wenn sich ein Interessent gemeldet hat und der Zeitpunkt der Live-Debatte stattfindet. Die Debatte selbst wird live auf der Plattform von QallOut gestreamt, viele erscheinen auch auf deren Facebook-Seite.

Deine Live-Debatte kannst du nicht in deine eigene Seite einbetten. Allerdings besteht die Möglichkeit, den Link direkt auf Facebook und Twitter teilen. Bei Facebook erscheint daraufhin ein QallOut-Player, mit dem Facebook-User das Geschehen live verfolgen können.

Pro

Die Themen sind vielfältig, wenn auch sehr US-lastig (Trump und Co.). Doch startest du eine Debatte, bekommst du relativ schnell auf der Plattform Rückmeldung von der relativ aktiven Community. QallOut ist auf Anhieb verständlich und es macht wirklich Spaß, sich durch die vergangenen Debatten zu wühlen.

Kontra

Schade ist, dass es die Plattform nur in englisch gibt. Das wird deutschsprachige Debattierwütige womöglich abschrecken. Und auch wenn die Idee einer Live-Debatte ganz gut klingt – visuell gibt ein 45-minutiger Clip mit zwei unscharfen Köpfen zweier Webcams leider auch nicht viel her.

Fazit & Alternativen

Die Idee, Streitgespräche live zu streamen und ins Netz zu stellen, klingt erst einmal gut. Durch den Echtzeitcharakter können sich so Interessierte mit Fragen und Kommentaren einschalten. Das belebt die Debatte. 

coole Beispiele

Ein Streitgespräch per Messenger umsetzen – das konnte die App Talkshow, deren Entwicklung leider letztes Jahr eingestellt wurde. Weitere Diskussionstools haben wir nicht getestet. Wenn du dich eher für eine kurze Abstimmungen interessiert, könne dir das Tool PlayBuzz weiterhelfen, mit dem Bento.de zum Beispiel viel experimentiert. 

Kennst du ein Programm, das Debatten in den Vordergrund stellt und das wir testen sollten? Dann melde dich bei uns!