Pixelmap

Pixelmap ist ein sehr simples, kostenloses Webprogramm, mit dem du Landkarten im Pixel-Stil einfärben und erstellen kannst. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Das Programm löst ein kleines Problem, das du auch mit anderen Tools wie Carto lösen könntest. Allerdings ist Pixelmap sehr schnell gemacht, spackt aber bei der Einbettung herum.

Wir haben auf diesem Blog schon diverse Kartenprogramme besprochen. Von einigen war ich begeistert, von anderen nicht. Manche wie Carto und StoryMaps versuchen den ganz großen Sprung – andere sind in ihrem Anspruch eher bescheiden. Pixelmap ist eher das letztere und nimmt sich eines sehr kleines Problems an: Karten im Pixel-Stil. 

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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kostenlos
englisch
5 Minuten
10 Minuten
HTML, SVG, PNG
Support


zum Tool

Willst du also beispielsweise die Arbeitslosigkeit Italiens in Zeiten einer neu aufflammenden Euro-Krise veranschaulichen, könntest du die regionalen Unterschiede bei der Beschäftigung mit einer solchen Pixelmap herausarbeiten. 

Durch die abstrahierte Darstellung Italiens lenkst du das Augenmerk des Betrachters auf das Wesentliche: das Nord-Süd-Gefälle. Der Süden rot, der Norden ein bisschen blau – so könnte deine Pixelmap am Ende aussehen. 

Anschauungsbeispiel

ItalienItalien

Der Editor und der Pixel-Generator

Das Programm ist so einfach zu bedienen, dass du nicht einmal einen Account brauchst. Rufe einfach die Webseite des Tools auf und schon kannnst du anfangen. Auf der linken Seite gibt es ein paar Werkzeuge, mit denen du Länder einfärben sowie Beschriftungen und Marker einfügen kannst.

Im unteren Bereich passiert das Spannendere: Hier solltest du ganz am Anfang das Land auswählen, an welchem du arbeitest. Ob alle Staaten der Welt vertreten sind, hab ich nicht überprüft. Es sind aber eine ganze Menge vertreten. Außerdem gibt es natürlich eine Weltkarte, Kontinentkarten fehlen hingegen. Lobenswert ist außerdem, dass es neben der Mercator-Darstellung auch Miller, Eckert und andere 2D-Varianten gibt. 

Bei den meistens Ländern sind Regionen, Departments unter andere Unterteilungskategorien eingezeichnet. Hast du deine Länder oder Regionen wie gewünscht eingefärbt, geht es ans Verpixeln. Dafür stehen dir runde, vier- und sechseckige Pixel zur Verfügung. An einem Schieber kannst du ihre Größe und ihre Abstände regeln. Bis hierhin macht Pixelmaps seinen Job eigentlich gut. 

Download & Export

Doch nun geht es ans Exportieren und da will Pixelmap nicht mehr so richtig mitspielen. Anders als bei den meisten Programmen offeriert dir das Programm keinen iFrame-Code, mit dem du die interaktive Pixel-Karte auf deine Webseite ziehen kannst. 

Tricks für Pros
Willst du die Karte trotz allem interaktiv, musst du die HTML-Datei herunterladen und auf einen eigenen Server packen. Dann kannst du die URL der Karte in einen iFrame-Code einfügen und in deine Webseite einfügen. Umständlich!

Stattdessen gibt es die gesamte Datei als HTML zum Download (und dabei umfasst die Karte selten weniger als 1 MB!), als SVG oder PNG. Die beiden letzten Varianten sind jedoch statisch. Hovert der User über einem Land oder einer Region, bekommt er nicht wie bei HTML den Namen angezeigt. Warum Pixelmap hier nicht ein wenig Serverraum freiräumt und einen iFrame-Code anbietet, ist fraglich. Bei der Nutzerfreundlichkeit müssen wir deswegen kräftig Punkte abziehen. 

Pro

Pixelmap ist kostenlos und sehr leicht zu bedienen. Es bietet Mehrwert, viele Länderkarten und verschiedene Winkel- oder Flächenkorrekte Darstellungen. Das hat das Power-Tool Carto zum Beispiel nicht im Programm. 

Kontra

Auf der anderen Seite sind die Funktionen von Pixelmap stark beschränkt. Mehr als Punkte-Karten lässt sich damit nicht bewerktstelligen. Der Export und fehlende iFrame-Code raubt zudem viel Freude. 

Fazit & Alternativen

Nun ja, Pixelmap ist ein Tool, das man nicht unbedingt kennen muss. Falls man mal Pixelkarten brauchst, erinnerst du dich vielleicht dunkel hier mal was gelesen zu haben. Ansonsten kannst du es getrost vergessen. 

Alternative Karten-Programme gibt es viele. Carto und StoryMaps habe ich bereits lobend erwähnt. Mapbox ist noch ein wichtiges Tool am Markt, das sehr zu empfehlen ist. Ebenfalls vorgestellt haben wir zudem: MapmeTimescape, Odyssey, Timemapper, Snapmap, Maphub und MapjamStatpediaamCharts Maps und Silk sind ebenfalls noch Tools, mit denen du Karten erstellen kannst.