Persona

Eine eigene Webseite - das ist kompliziert, zeitaufwendig und teuer. Das Programm Persona will das ändern. Mit wenig Aufwand kannst du dir deine digitale Visitenkarte im Netz basteln – simpel, schnell und kostenlos.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Persona ist ein Programm für Einsteiger. Innerhalb einer Stunde kann sich jeder eine kleine Webpräsenz basteln. Einziger Makel: Wer es gerne noch ein wenig individueller mag, muss beim Quellcode dann doch Hand anlegen.

Eine digitale Visitenkarte ist für Journalisten ein Muss.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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kostenlos
englisch
15 Minuten
30 Minuten
Webseite
Support


zum Tool

Wer im Netz nicht präsent ist, wird nicht gefunden. So simpel ist das.  Mit Persona geht das Erstellen einer digitalen Visitenkarte erstaunlich schnell. Es stehen einige sehr künstlerische Templates zur Verfügung, sodass die neue Webseite ein echter Blickfang werden kann.

Anders als WordPress eignet sich Persona nicht wirklich zum Betreiben eines Blogs. Seine Stärke liegt in statischen Webseiten: Lebensläufe, einmalige Webprojekte und – für (freie) Journalisten besonders interessant – digitale Visitenkarten.

Wer kontinuierlich Texte auf seiner Seite veröffentlichen will, sollte eher zu WordPress greifen.

Anschauungsbeispiel

AnschauungsbeispielAnschauungsbeispiel

Erste Gedanken: Was? Warum? Wie?

Bevor du auch nur einen Klick machst, solltest du dir Gedanken machen, was du willst. Eine schlichte Seite mit deinen Kontaktdaten? Eine Hauptseite mit unterordneten Pages, auf denen deine Arbeitsproben nachzulesen sind? Ein Lebenslauf als Scrollytelling?

Wer losbaut ohne die Seite zu durchdenken, schreibt auch Bücher ohne das Ende zu kennen – und ist entweder ein begnadeter Literat, hat einfach Glück oder wie in 95 Prozent der Fälle am Ende etwas Mittelmäßiges erschaffen.

Was klar sein muss: Was will ich am Ende haben? Welche Optik passt zum Inhalt? Gibt es Unterseiten? Wie läuft die Navigation? Und ganz wichtig: Wie erfährt jemand die Seite, der sie nicht schon kennt?

Wie du deine Webseite bastelst

Erst dann geht es ans Eingemachte: Ruf die Homepage von Persona auf, such dir ein vorgebautes Template aus und klicke auf Start. Die Bearbeitung ist nicht in Firefox möglich. Chrome und Safari werden vom Hersteller empfohlen, Opera hat bei mir ebenfalls funktioniert.

Du gelangst daraufhin in einen sehr übersichtlichen Editor. Links ist der Dummy deiner Webseite, rechts das Feld, in dem du die Einstellungen verändern kannst. Je nach Style kannst du nun unter "Backdrop" die Effekte ändern, Hintergrundbilder hochladen und Filterfarben über die Ansicht legen. Bei den meisten Templates ist es möglich die Webseite auf den Mauszeiger des User reagieren zu lassen. Wie so oft heißt es bei den Effekten und interaktiven Elementen: Weniger ist mehr!

Unter "Content" erstellt du Unterseiten. Das ist vor allem interessant, wenn du auf deiner Startseite Arbeitsproben verlinken willst, die nach einem Klick auf einer Subpage geladen werden sollen.

Das Design

Unter "Design" kannst du das Verhältnis von Bild zu Text verändern. Erscheinen Hintergründe oder soll alles transparent sein? Steht der Text links oder recht? Fett oder kursiv?

Tricks für Pros
Bastelst du über den Editor selber am Code der Webseite herum, hilft dir dieser kleine Gimmick. Öffne den HTML- oder den CSS-Editor. Klickst du nun auf ein Element (Text, Bild, etc.) deiner Webseite, lädt der Editor die Codezeilen, die dieses Element betreffen. Sehr hilfreich!

Neben der Desktop-Version kannst du auch die mobile Version deiner Webseite vorgestalten: Steht der Text über dem Bild oder erscheint er erst darunter. Das eine ist vielleicht schöner, das andere besser zu lesen.

Bist du ein alter Hase bei HTML und CSS, kannst du über die Buttons "CSS Editor" und "Custom HTML" den Code editieren. Somit kannst du im Grunde alles verändern, löschen und codieren was du willst. Nur Javascript lässt sich nicht dazu laden.

Am Ende musst du deine Webseite speichern und ihr – ganz wichtig – eine passende URL zuteilen. Rein technisch gesehen, erstellt Persona eine Subdomain der Persona.co-URL. Du kannst diesen Zusatz also leider nicht löschen oder deine Webseite auf eine eigene Domain ziehen. Deine Webseite wird also beispielweise Meinname.persona.co heißen.

Dafür sparst du dir aber die Serverkosten – denn Persona kostet derzeit nichts.

Pro

Persona ist simpel, schnell und kostenlos. Es ist ungewöhnlich leicht zu bedienen und sieht gut aus. Du musst dir keine Gedanken um die Abertausenden Probleme machen, die beim Bauen von Webseiten auftreten. Als autodidaktischer Codier-Novize, der alles schmerzhaft selbst lernen musste, sage ich dir: Das ist eine Menge wert! Persona ist ein tolles Tool für Anfänger.

Kontra

Wie gesagt; Persona ist ein tolles Tool für Anfänger. Fortgeschrittene werden sich nach kurzer Zeit fühlen, als müssten sie einen Van Gogh mit Bundstiften malen. Wer nur schnell seine Visitenkarte im Netz an die Wand pinnen will, für den ist Persona toll. Für eine echte Webseite mit Blog und selbst kreiertem Layout ist Persona nicht zu empfehlen.

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Fazit & Alternativen

Willst du eine kleine Webpräsenz ohne viel Arbeit, solltest du zugreifen. Mit ein wenig Bastelei kannst du deine Webseite auch sehr stark individualisieren. Wenn du ein bisschen Codieren kannst, steht dir ziemlich offen.

coole Beispiele

Neben Persona gibt es schon einen Haufen anderer Programme, die Ähnliches versprechen. Jimdo und Zeta Producer gehören beispielsweise dazu. Sie sind meist weniger "arty" und erinnert im Layout eher an Firmenwebseiten. Ein wenig uninspirierter, ein wenig gewöhnlicher.