Mapbox

Karten sind schön. Schöne Karten sind noch schöner. Mit dem Tool Mapbox kannst du interaktive Karten bauen, die auch noch ein ästhetisches Erlebnis sind. Dank kleiner Pop-up-Fenster lassen sich ganze Geschichten darin verstecken.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Mapbox vereint Flexibilität, einen guten Look und leichte Bedienung in einem. Wer sich wirklich tiefergehend mit dem Programm beschäftigt, kann im Grunde alles damit machen. Eine uneingeschränkte Emppfehlung meinerseits!

Google Maps war – als es online ging – großartig. Schlank, intuitiv und vor allem simpel zu bedienen. Der Nachteil: Es ist nach wie vor simpel zu bedienen.

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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Basic: kostenlos
Pro: 49 $ oder 499 US-$/Monat
englisch
30 Minuten
1 Stunden
URL, Embed
Help Center


zum Tool

Das hat dazu geführt, dass auf unzähligen Webseiten Karten im immer gleichen Look eingebunden sind. Egal ob sie die Anfahrt zum Fitnessceenter darstellen oder auf SPIEGEL Online Reisereportagen bündeln. Wer seine Leser heute noch mit schönen Karten verzaubern will, muss sich etwas ausdenken.

Mapbox bietet die Möglichkeit für Einsteiger wunderschöne Karten mit Pins in kurzer Zeit zu basteln. Für Profis offeriert Mapbox wahrlich unbegrenzte Möglichkeiten. Vor etwa einem Jahr habe ich für den Berliner Tagesspiegel mehrere Geschichten und Interviews über Orte rund um die Welt geschrieben, die nach der deutschen Hauptstadt benannt wurden. Sie alle – und jene, auf die mich Leser hinwiesen – wurden auf dieser Mapbox-Karte vom Tagesspiegel veröffentlicht.

Anschauungsbeispiel

Alles auf Anfang

Um eine Karte zu bauen, erstelle dir einmalig einen Account. Ist das geschehen, findest du dich auf einer Seite mit einem Menu wieder, dass das Herz eines jedes Minimalisten höher schlagen lässt. Hier öffnest du den Reiter Projects und erstellen ein "New project". Vor dir öffnet sich nun deine Karte, die du ab sofort bearbeiten können. Unter dem Reiter "Style" kannst du einige vorgefertigte Themes ausprobieren. Neben herkömmlichen stehen dir auch einige arty Layouts zur Verfügung.

Wer will, kann über die Schaltfläche unter den Themes in das Mapbox Studio gehen und seine Karte völlig individuell gestalten. Das ist zeitaufwendig, kompliziert und für wahre Liebhaber. Zwei der schönsten mir bekannten Layouts sind: Woodcut und Hand Drawn

 

Geschichten in der Karte verstecken

Hast du dich für ein vorgefertigtes oder individuelles Theme entschieden, kannst du unter dem Reiter "Data" Marker, Linien und Polygone auf die Karte positionieren. Hast du solche gesetzt, kannst du noch Größe, Dicke, Farbe, Position ändern und bei Markern Symbole einfügen. Zudem kannst du jedem Objekt (Marker, Linie, Polygon) in der description-Box noch eine Beschreibung hinzufügen. Kleiner Geheimtipp: Dieses Feld ist beschränkt HTML-fähig.

Auf dieser Beispielkarte siehst du einen Marker, der – wenn du auf ihn klickst – einen Text mit Bild und einem Link zu einer Webseite enthält. Der Code dafür ist sehr simpel. Ich habe ihn in die Bildergalerie geschrieben.

Publizieren

Codieren ist aber alles kein Muss. Es reicht auch aus, schlichte Texte in die Boxen zu schreiben. Arbeitest du jedoch mit Bildern, ist das Klick-Erlebnis ein ganz anderes.

Tricks für Pros
Für Marker auf deinen Karten wirst du Latituden und Longituden von Orten benötigen. Diese findest du am einfachsten über Google Maps. Klicke hierzu auf einen beliebigen Punkt auf einer Google Maps Karte mit rechts und dann auf "Was ist hier?". Am unteren Bildschirmrand erscheinen dann die Koordinaten des Ortes. Easy!

Verlinkungen zu anderen bereits geschriebenen Artikeln in den Boxen können deine Leser zudem auf andere Beiträge locken. Probiere doch zum Beispiel den Pin auf der anfänglichen "Berlin in aller Welt"-Karte über dem echten Berlin. Es lohnt sich also, die zwei kleinen Code-Zeilen zu lernen. Hast du alle Markierungen auf der Karte gesetzt, solltest du speichern und unter dem Reiter "Project" "Embed" deinen Einbettungscode abrufen. Kopiere diesen an die Stelle, wo du deine Karte wünschst. Das war's.

Alternativ spuckt dir das Programm auch eine einfache URL aus, wenn du deien Karte nicht in ein Projekt einbetten willst, sondern die Karte selbst die Geschichte ist.

Pro

Mapbox ist ein grandioses Werkzeug. Wenn du dich ein wenig damit beschäftigst, macht es alles, was du willst. Sein Design ist im Grund völlig veränderbar. Aber auch die bereits vorbereiteten Themes können sich sehen lassen. Die Einbettung erfolgt mühelos, das Ergebnis ist ein Hingucker.

Kontra

Was so gut ist, muss einen Wert haben. Und das ist neben der etwas längeren Einarbeitungszeit schlicht, dass du mit zunehmender Klickzahl auf eine Premiumversion upgraden müssen. 50.000 pro Monat stehen dir frei. Danach kosten es dich 49 $/Monat für weitere 50.000. Doch für Blogger sind 50.000 bereits eine Menge. Für große Zeitungen sind die höherwertigen Versionen Peanuts. Auch erwähnt werden sollte, dass Mapbox nur auf neueren Browserversionen läuft. Die Windowsversion von Safari ist dank fehlender Weiterentwicklung von Apple nicht dazu in der Lage (letzte Version 5.1.7 / benötigt wird 6+).

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Fazit & Alternativen

Mapbox ist ein tolles Programm. Es ist für Einsteiger leicht zu lernen und für Profis schwer zu meistern, denn mit "TileMill" bietet Mapbox Individualisten alle Werkzeuge, um Karten komplett nach dem eigenen Gustus zu erstellen. Das ist einfach großartig.

coole Beispiele

Als Karten-Alternativen bietet sich beispielsweise SnapMap an, das eine Instagram-Bildergalerie mit einer Karte verknüpft. Ebenfalls mit im Rennen ist Timemapper, das aus dem gleichen Haus – der Northwestern University – stammt und einen Zeitrahl mit einer Karte verzahnt.

Willst du Karten mit Daten kombinieren, solltest du dir amCharts Maps anschauen. Doch das Programm arbeitet mit HTML-Code und ist schon eher etwas für Fortgeschrittene.