Live Portrait

Live Portrait ist eine Augmented-Reality-App, mit der Leser Videos in Print-Zeitungen oder Magazinen anschauen können. Aktiviert werden Videos über das Scannen von abgedruckten Bildern. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Live Portrait ist ein großartiges Programm, das die Brücke zwischen Print und Online schlägt. Es ist innovativ, leicht zu bedienen und kostengünstig genug, damit auch kleine Redaktionen damit arbeiten können.

Magisch ist die Welt, die Joanne K. Rowling um die weltberühmte Figur Harry Potter erschaffen hat: Drachen, Flüche, Fliegende-Besen-Weltmeisterschaften – selbst in den Zeitungen der Zauber-Welt werden magisch bewegte Fotos abgedruckt.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Testdatum
Tutorial
Support

|
|
|
|
|
|
|

Verhandlungssache (~ 4 Dollar)
englisch
5 Minuten
5 Minuten
14.07.2017
Youtube
FAQs


zum Tool

Unsere Realität kann mit feuerspeienden Echsen und Anti-Gravitations-Putzgeräten nicht mithalten. Bei Zeitungen mit beweglichen Bildern hat unsere Technik den Zauber der Roman-Welt allerdings eingeholt.

Print-Bewegung verspricht beispielsweise die App Live Portrait für iOS und Android. Das Prinzip: Hält der Leser sein Smartphone über Fotos in einem Magazin oder einer Tageszeitung, erkennt die Kamera-App das dort abgedruckte Bild und aktiviert ein Video. Das spielt die App dann so genau im Rahmen des Bildes ab, dass für den User der Eindruck entsteht, er schaue durch sein Smartphone auf ein Print-Heft mit eingebettetem Video. Auch wenn der Leser sein Handy leicht bewegt – das Video bleibt fest im Heft verankert. Print-Videos sind aber nicht nur eine technische Spielerei. Wer hinter Bildern von Protagonisten beispielsweise Interview-Videos versteckt, lädt seinen Leser ein, Print ganz anders zu entdecken und stärker mit dem Inhalt zu interagieren.

Anschauungsbeispiel

Screenshot_mit_RahmenScreenshot_mit_Rahmen

Wie du Videos und Bilder verknüpfst

Da dieser Artikel derzeit auch im "Journalist"-Magazin erscheint, stammt das Anschauungsbeispiel auch aus der Juli-Ausgabe des Magazins. Wenn du die App herunterlädst und das unten stehende, im "Journalist" abgedruckte Bild einscannst, wird das Video aktiviert und Chefredakteur Matthias Daniel erzählt dir, was dich im Heft erwartet. Im Print funktioniert das übrigens noch besser als auf einem (flimmernden) Bildschirm. 

Um einen Editor-Account bei Live Portrait zu bekommen, reicht eine Mail an die Macher der App. Der Account selbst ist kostenlos, abgerechnet wird pro Video. Der Preis sei abhängig von der Auflage des Mediums, heißt es beim Unternehmen auf Anfrage. Genauer will man sich nicht festlegen. Allerdings rangierten die Kosten zuletzt etwa um die vier Dollar pro Video – unabhängig von der Anzahl der Downloads. Für die Leser ist der App-Download im Play und App Store natürlich kostenlos.

Im leicht bedienbaren Web-Editor können ein Foto und ein Video, das maximal 500 Megabyte groß sein darf, hochgeladen werden. Beide müssen dann verknüpft werden. So erkennt die App später, was abgespielt werden soll, wenn das Bild im Print-Produkt identifiziert wird.

Pro

Mit Apps wie Live Portrait hält Augmented Reality endlich auch Einzug in die gedruckte Medienwelt. Der Preis pro Video ist kulant, die Zeit für das Erstellen eines Print-Videos angenehm kurz.

Kontra

Leider muss der Leser für das Abspielen des Videos auf dem Smartphone noch die App installieren und starten. Empfehlenswert ist es also, ihm das Prinzip „Installieren, Scannen, Anschauen“ am Anfang einmal zu erklären und alle interaktiven Bilder mit einem Logo zu kennzeichnen. Ebenfalls nicht optimal gelöst: Alle Videos bleiben auf den externen Servern von Live Portrait. Auch wenn das Unternehmen verspricht, alle Inhalte im Fall einer Insolvenz mindestens noch drei Jahre online zu speichern – sicherer wäre das Ablegen auf eigenen Servern.

Fazit & Alternativen

Bei Live Portrait verschwimmen Digitales und Analoges. Leider krankt auch diese App am Medienbruch:

coole Beispiele

Der Leser muss erst das Smartphone zücken und etwas installieren, bevor digitale Inhalte erscheinen. Trotzdem ist Live Portrait für Printmacher eine tolle Innovation, die man sich öfters im Blatt wünscht.

Ähnliche Apps haben wir bisher noch nicht getestet. Wenn du mehr weißt, als wir: Immer her mit den Vorschlägen oder Kritik.