Laverna

Laverna ist eine Open-Source-Alternative zu dem Organisations-Klassiker Evernote. Der Vorteil: Das Programm kannst du völlig anonym und kostenfrei nutzen, die Entwicker der App verlangen dafür keinerlei Daten.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ich bin leider nicht überzeugt. Mir gefällt zwar die Grundidee, dass meine Daten anonym bleiben. Aber leider bietet mir die App zu wenig Funktionen.

Manchmal lese ich was Interessantes in meinem Newsfeed auf Facebook, mal werde in einer Zeitschrift auf ein Thema aufmerksam. Oder auf meinem Nachhauseweg von der Arbeit entdecke ich eine cooles Plakat.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Tutorial
Support

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kostenlos
englisch
10 Minuten
10 Minuten
Web-App, Download
22.09.2017
Youtube
FAQ


zum Tool

Ich lasse mich einfach gerne inspirieren – und die Themen für Journalisten liegen auf der Straße, heißt es. Ich habe mir angewöhnt, alles gleich festzuhalten und als Notizen zu speichern. Sonst sind meine Ideen gleich wieder weg. Ich nutze dafür die App Evernote, mit der man Notizen digital verwalten kann. Neulich wurde mir ein anderes Tool in die Timeline gespült: Laverna – eine Open-Source-Alternative. Auch wenn ich großer Fan von Evernote bin, habe ich mich mal an Laverna herangewagt. 

Das Programm gibt es in mehreren Varianten: Zum einen als Software zum Download für die Betriebssysteme Linux, iOS und Windows. Zum anderen auch als Web-Anwendung sowohl für Desktop als auch für die mobile Nutzung. 

Anschauungsbeispiel

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Keine Registrierung nötig

Für die Nutzung ist keine Registrierung nötig. Die Notizen werden lokal gespeichert, können aber auch per Dropbox oder RemoteStorage auf dem eigenen Server mit mehreren Geräten synchronisiert werden. (Wie das mit Dropbox zumindest theoretisch funktioniert, kannst du in der Bildergalerie nachlesen. Bei unserem Test hat diese Synchronisierung auch nach mehrmaligem Testen nicht funktioniert.)

Die App selbst ist total einfach zu bedienen. Links im Editor kannst du deine Notizen verwalten. Eine neue Notiz legst du an, indem du auf das Pluszeichen klickst. Neben Texte können deine Notizen auch Links zu Webseiten oder Bild-URLs beinhalten. 

Wenn du viele Notizen anlegst, lohnt es sich, mit verschiedenen Notizbüchern zu arbeiten. So kannst du deine Notizen sortieren. Mit einem einfachen "@"-Zeichen vor dem jeweiligen Wort kannst du Wörter auch vertaggen, damit das Suchen nach deinen Notizen später leichter fällt. 

Praktische Tastenkombinationen

In den Einstellungen der Web-App lassen sich auch Tastenkürzel festlegen oder die voreingestellten Tastenkürzel nutzen. Eine neue Notiz erstellst du beispielsweise mit der Taste C. 

Die eingestellten Optionen können auch exportiert oder importiert werden. Das macht vor allem Sinn, wenn man nicht will, dass die Einstellungen beim Wechseln auf den eigenen Server verloren gehen. 

Pro

Laverna ist einfach zu bedienen und Datenschutz-Fans kommen auf ihre Kosten. Die App ist kostenlos und kann – falls Programmierkenntnisse vorhanden sind – beliebig auf der Open-Source-Plattform GitHub verändert oder erweitert werden. 

Kontra

Leider funktioniert die Synchronisierung nicht einwandfrei. Auch fehlen wichtige Funktionen, die man von Evernote kennt: Beispielsweise ist es nicht möglich, eigene Fotos über die App einzubinden. Auch das Teilen der Notizen mit anderen Nutzern funktioniert nicht. 

Fazit & Alternativen

Für einen Nutzer, die auf Privatsphäre und Datenschutz extrem viel Wert legt, ist Laverna sicher keine schlechte Wahl. Allerdings nur, wenn er auf wichtige Funktionen von Evernote tatsächlich auch verzichten kann. 

Für mich bleibt daher weiterhin Evernote der unangefochtene Sieger. Interessierst du dich eher für To-Do-Listen, können wir dir die App Wunderlist empfehlen, die simpel im Design ist und sich super bedienen lässt. Nachdem die Wunderlist-Gründer das Unternehmen aber an Microsoft verkauft haben, wird das Programm nicht weiterentwickelt. Das Nachfolger-Projekt des Teams heißt Microsoft-To-Do