iGrab

iGrab ist eine kostenlose App für das iPhone oder das iPad, mit der man Multimedia-Inhalte gestalten und sie miteinander verknüpfen kann. Dabei lassen sich sowohl Videos, Audios, Texte als auch Bilder einbetten.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ich bin leider enttäuscht von iGrab. Vor allem die sehr unlogische und damit unintuitive Menuführung schreckt ab. Schade!

"Take the risk to get addicted" ("Geh das Risiko ein, süchtig zu werden") lautet der nicht ganz unforsche Slogan der App iGrab der schweizer Firma Utopix CH. Klingt auf den ersten Blick relativ vielversprechend. Schwupps landet die App auf meinem iPad mini.

Mit der App soll man multimediale Inhalte gestalten und sie zu einem sinnvollen Ganzen zusammenfügen können. Klingt gut und brauchbar. Auch am Anfang sehr angenehm: Man muss sich bisher nirgendwo registrieren. Ein Novum! Wo gibt's sowas noch?

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Support

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kostenlos
englisch
1 Stunde
1 Stunde
HD-Video
Homepage


zum Tool

Tja, doch dann fangen die Probleme an. Als erstes erscheint eine recht aufgeräumt wirkende Oberfläche mit nur fünf Elementen. Klickst du auf das Bleistift-Symbol oben, kannst du Notizen hinzufügen. Was passiert, wenn du auf das herzartige Symbol rechts klickst, wird nicht klar. Wenn du auf das Mikrofon-Symbol unten klickst, kannst du eine Audioaufnahme starten. Das vierte Symbol, die Lupe, dient dir theoretisch dazu, deine Medien wiederzufinden. Und wenn du auf das große Viereck in der Mitte klickst, dann kannst du ein Foto schießen oder ein Video produzieren. Das klingt alles logisch und plausibel. Aber: Wie kommst du zurück zur Ansicht? Was fehlt, ist ein eindeutiger "Zurück"-Button!

Ich habe etwa eine Stunde versucht herauszufinden, welche Logik hinter dieser App steckt und nach Testen dieser App komme ich zu folgendem Ergebnis: Es gibt keine.

Grab_kleinGrab_klein

Irreführende Navigation

Wie erwähnt, der erste Bildschirm scheint noch überschaubar. Ich entscheide mich für ein Video, klicke auf das Quadrat in der Mitte und mache mein Video. Mit einem Pfeil unten rechts gelangst du in eine Art Übersicht. Dort kannst du dem Video Musik hinzufügen, es mit einem farbigen Hintergrund versehen (wozu auch immer das nötig sein soll) oder mit einem weiteren Klick auf einen der Pfeile betiteln. Ein Klick auf das Export-Symbol lässt dich das Video – wieder einmal theoretisch – per E-Mail, an YouTube oder an Facebook verschicken. Bei mir hat weder der Versand an meine Mail-Adresse noch an meinen Facebook-Account geklappt.

Merkwürdig auch: Erst nachdem du dich für einen Exportweg entschieden hat, kannst du zwischen Hoch- und Querformat des Videos wählen. Hast du dich für ein Format entschieden, kannst du zwischen drei unterschiedlichen Auflösungen wählen, darunter auch HD. Immerhin!

Wie geht's jetzt zurück?

Aber Moment mal: War das nicht eine Multimedia-App? Doch, nur, wie kommt man von den Export-Einstellungen wieder zurück ins Hauptmenü? Fehlanzeige. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich mit dem Notfall-Button (dem Menü-Knopf in der Mitte des iPads) die App verlassen und geschlossen habe, um so wieder schnell ins ursprüngliche Menü zurückkehren zu können. Aber liebe App-Entwickler, das ist eigentlich ein No-Go!

Nach mehrmaligen Trial-and-Error-Versuchen habe ich es geschafft, noch andere Medien aufzunehmen und hinzuzufügen, aber wie man diese am Ende sinnvoll miteinander verknüpfen kann, ist mir leider ein Rätsel geblieben. Irgendwann bin ich zufällig auf einer Seite der App gelandet, wo all meine Medien aufgelistet waren und ich konnte die Länge der Übergänge bestimmen. Aber wie ich die Reihenfolge der Medien ändern könnte bzw. auch Videodateien mit Audios hätte mischen können, blieb mir mehr oder weniger dem Zufall überlassen oder es hat sich mich in der Zeit einfach nicht erschlossen. Auch das - mit Verlaub - leider kein gutes Zeichen für eine brauchbare App. Und vor allem keine für ungeduldige Journalisten mit Deadline im Hinterkopf.

Pro

Vielleicht sollte ich nicht allzu viel meckern, denn einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins... Immerhin bemühen sich die Macher der App, dem Nutzer relativ viel Funktionen anzubieten. Auch die Möglichkeit, das Produkt am Ende per E-Mail oder als HD-Download-Link zu verschicken, ist eine nette Sache.

Kontra

Doch iGrab scheitert eindeutig an seiner undurchdachten Menüführung. Es wird leider nicht ersichtlich, wie man von einem Punkt zum nächsten gelangt und wieder zurück (wie gesagt, der "Zurück"-Button fehlt!!!). Auch, wie man die unterschiedlichen Medien miteinander verschmeltzt, wird nicht klar. Leider hat auch bei uns weder der Export des Videos an die Mail-Adresse noch an Facebook funktioniert. Das Unternehmen bezeichnet seine App selbst als "Schweizer Taschenmesser". Doch um diesen Titel verdient tragen zu können, müsste die Struktur der App genauso eindeutig sein, wie die eines "Schweizer Taschenmessers". Schade!

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Fazit & Alternativen

Bisher haben wir noch nicht allzu viele Tablet oder Smartphone-Multimedia-Apps getestet. Falls dir eine gute im Internet über den Weg huscht, tweete laut "Bleiwüsten" und wir eilen zur Stelle.

coole Beispiele

Leider nichts gefunden ...

Dennoch wollen wir dir eine App nicht vorenthalten, die um einiges leichter zu bedienen ist, als iGrab: Die App Steller ist nicht nur relativ simpel in der Handhabung, sondern spuckt auch ansehnliche Ergebnisse aus.

Mit coolen Beispielen von iGrab können wir dir leider nicht dienen. Noch ein Manko der Hersteller: Bisher ist kein digitales Showcase verfügbar, an dem man sich orientieren könnte. Hm, warum nur...?