Cardboard Camera

Mit der Smartphone-App Cardboard Camera von Google lassen sich in wenigen Minuten 360-Grad-Bilder erstellen. Facebook-Fans können die Fotos durch Daumenbewegung auf dem Smartphone bewegen. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Mit der App von Google lassen sich in kurzer Zeit wirklich tolle Ergebnisse erzielen und hohe Reichweiten bei Facebook erreichen! Leider gibt es diese Funktion der App nur für Andoid-Geräte. Sehr schade!

Wer kennt sie nicht, die interaktiven 360-Grad-Bilder auf Facebook, die man mit dem Daumen oder mit Bewegung des Smartphones so drehen kann, dass man das Gefühl bekommt, man stünde selbst am Ort und sähe sich um? Es gibt zahlreiche und verschiedene Möglichkeiten, solche 360-Grad-Fotos zu erstellen.

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Tutorial
Support

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Basic / Pro: kostenlos
englisch
5 Minuten
5 Minuten
JPG
Youtube
Support


zum Tool

Die Palette reicht von speziellen 360-Grad-Kameras für wenige Hundert Euro bis hin zu GoPro-Rigs (6-8 aneinder montierte GoPro-Kameras mit spezieller Stichingsoftware, die alle Einzelbilder zu einem zusammenfügt). Doch auch mit einem Smartphone oder Tablet lassen sich ansehnliche Rundumbilder erstellen. Ich habe sowohl mit dem iPhone als auch mit einem Andoid-Smartphone experimentiert und muss zugeben: Das Ergebnis mit dem Andoid-Handy ist überzeugender. Deshalb stelle ich hier die kostenlose App Cardboard Camera von Google für Andoid vor. Es gibt auch eine iOS-Version, aber mit ihr lassen sich leider keine 360-Grad-Bilder erstellen. 

Anschauungsbeispiel

Daniela Anschauunsbeispiel Google CardboardDaniela Anschauunsbeispiel Google Cardboard

Einmal um die Achse

Installiere die Cardboard Camera App über den Google-Playstore.  Suche einen Ort deiner Wahl, der sich für ein 360-Grad-Bild eignet. Achte dabei darauf, dass nicht nur eine Seite schön ist, sondern sich der Rundumblick auch tatsächlich lohnt. Dafür bieten sich oft öffentliche Plätze an, die in jede Blickrichtung was für's Auge zu bieten haben. Allerdings: Je weniger Bewegung im Bild, desto besser wird das Ergebnis sein. 

Sobald die App geöffnet hast, klicke auf das Kamera-Symbol unten links. Daraufhin öffnet sich ein Fenster und du kannst nach einem Klick auf den Auflöser mit deinem 360-Panorama anfangen. Die App zeigt dir eine Art Hilfslinie, anhand derer du möglichst langsam das Handy einmal um seine eigene Achse drehst. Du drehst dich also so lange um dich selbst auf einer horizentalen Linie, bist du wieder an deinem Anfangspunkt angekommen ist. 

Praktisch: Die App fügt die aufgenommenen Bilder zu einem 360-Grad-Panorama zusammen. Nach einer kurzen Bearbeitungszeit liegt das Foto als Panorama in deiner Mediathek vor. Lädst du das Foto auf Facebook hoch, erkennt das soziale Netzwerk es normalerweise automatisch als interaktives 360-Grad-Foto. So einfach ist das!

Panoramas bei iOS

Für manche Smartphones mag dieser Schritt teilweise überflüssig sein. Oft haben Smartphones selbst bereits eine 360-Grad-Foto-Funktion integriert. Auch iOS-Fans können zumindest etwas aufatmen: Die im iPhone integrierte Panorama-Funktion erstellt auch interaktive Fotos, die bei Facebook auch als 360-Grad-Bilder erkannt werden. Leider sind die Panorama-Bilder des iPhones eher 180-Grad-Bilder und keine Rundumbilder. Um zu 360-Grad-Bilder zu gelangen, kann man einen Umweg über die Google Street View gehen.

Mit der dortigen Kamerafunktion lassen sich komplette 360-Grad-Bilder erstellen (sowohl in der horizontalen als auch vertikalen Ebene), allerdings sind die Übergänge der Einzelbilder nach unserem Test nicht immer fließend und das Endergebnis teilweise enttäuschend. Aber ein Versuch ist es wert! Probiere es aus, wenn du kein Android-Gerät zur Hand hast. 

Pro

Die App super: Sie ist einfach zu bedienen, man kann eigentlich nichts falsch machen und die Ergebnisse sind erstaunlich gut für ein 360-Grad-Foto vom Smartphone. Und das alles kostenlos!

Kontra

Doch auch Cardboard Camera ist nicht perfekt. Finden viele Bewegungen im Bild statt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass das Foto Bildfehler aufzeigt und die Übergänge nicht fließend sind. Außerdem schade: Die 360-Grad-Foto-Funktion der App gibt es leider bisher nur in der Android-Version.

Fazit & Alternativen

Die App ist so einfach zu bedienen, dass es Spaß macht, damit 360-Grad-Bilder zu machen. Als Alternative kann ich dir Fyuse empfehlen. Eine App, die eigentlich gemacht wurde, um 360-Grad-Bilder von einem Gegenstand zu produzieren. 

coole Beispiele

Aber das muss dich nicht daran hindern, die App ein wenig zu zweckentfremden. Auch mit Fyuse kannst du Panoramas erstellen, wenn du um dich herum filmst. Andere vergleichbare Apps haben wir bisher noch nicht getestet. Wenn du mehr Erfahrungen hast, als wir: Sag Bescheid. 

Mit dem Open-Source-Tool GuriVR kannst du übrigens deine 360-Grad-Werke auch im Browser ohne Facebok-Hilfe darstellen lassen!