Fader

Fader ist ein kostenloser Editor für Virtual-Reality-Projekte. Darin lassen sich 360-Grad-Szenen mit 2D-Videos, Ton, Text und Fotos versehen. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Mir gefällt die Grundidee von Fader: Einfach ein paar 360-Grad-Videos hochladen und ohne größere technischen Schwierigkeiten daraus ein Multimediaprojekt basteln. Auf der anderen Seite finde ich es als iOS-Nutzerin schade, dass die mobile Ansicht meines Projekts nur auf Android-Geräten funktioniert.

Mittendrin statt nur dabei – so lautet das Motto von Virtual Reality im journalistischen Einsatz. User können sich in der virtuellen Welt um 360-Grad drehen und so in ihre Umgebung eintauchen – fast so, als seien sie selbst vor Ort. 

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Testdatum
Tutorial

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kostenlos
englisch
10 Minuten
15 Minuten
URL, Embed-Code
8.09.2017
Youtube


zum Tool

Doch wie verknüpst du 360-Grad-Videos mit anderen Elementen? Und wie navigiert der Nutzer in einem virtuellen Raum? Einen Lösungsansatz bietet das Berliner Startup Vragments mit seinem kostenlosen VR-Editor Fader. Die Online-Plattform wird von der Google News Initiative unterstützt, die Registrierung erfolgt per Mail. Das Team hinter Fader empfiehlt, den Google Chrome oder Firefox Browser zu verwenden. 

Fader unterscheidet zwischen verschiedenen Szenen. Per Klick auf das Pluszeichen lassen sich weitere Szenen zum Projekt hinzufügen. Jede Szene besteht aus einem 360-Grad-Video oder -Bild, das mit weiteren Multimedia-Elementen per Upload bestückt werden kann. So können Audio-Dateien, Videoclips und Fotos und andere interaktive Elemente einer Szene hinzugefügt werden. Auch Titel kannst du auf dem 360-Grad-Bild oder -Video platzieren. So können sich deine User leichter in der virtuellen Welt zurechtfinden. Der Upload darf pro Datei allerdings nicht 300 MB überschreiten. 

Anschauungsbeispiel

Multimedia im virtuellen Raum

Angenommen, du warst Backstage beim Duell zwischen der Bundeskanzlerin Angela Merkel und den vier YouTubern dabei und hast vom YouTube-Space ein 360-Grad-Video gedreht, ein paar Fotos geschossen und mit deiner Spiegelreflex-Kamera noch Angela Merkel im Anschluss interviewt. Diese Elemente kannst du nun in Fader zusammenbringen. 

Dazu genügt ein Klick auf das entsprechende Symbol, um die Datei hochzuladen. In den Einstellungen kannst du die Größe festlegen und bestimmen, wo genau das Element innerhalb deiner 360-Grad-Szene platziert werden soll. 

Das Ergebnis kannst du direkt auf der Fader-Plattform begutachten oder mit dem Klick auf das Virtual-Reality-Brillen-Symbol auf einem mobilen Android-Gerät anschauen. Wenn du willst, kannst du dein Werk auch per Embed-Code auf deine eigene Webseite stellen. 

Weniger ist mehr

Fader bietet viele Möglichkeiten, interaktive Elemente in dein Projekt einzubeziehen. Aber denke immer daran: Zu viel kann deinen Nutzer irritieren bzw. auch überfordern. 

Mein Rat dazu: Gucke dir dein Projekt mit einer VR-Brille an, nicht am Desktop. Durch den Blick durch die Brille wirst du schneller feststellen, an welchen Stellen du vielleicht doch das ein odere andere Element weglassen solltest. 

Pro

Fader bietet einen einfachen Einstieg für Journalisten, die sich mit Virtual Reality beschäftigen und zeigt Möglichkeiten auf, wie sich verschiedene 2D-Elemente in einer 3D-Welt verknüpfen lassen. Der Editor ist sehr simpel gehalten und dazu noch kostenlos. 

Kontra

Allerdings steckt Fader noch in der Entwicklungsphase. Die Beschränkung pro Datei auf 300 MB ist bei 360-Grad-Videos schnell ausgereizt und die Einstellungsoptionen bei den Titeln lässt noch zu wünschen übrig. Auch, dass du die Ergebnisse mobil bisher nur auf Android-Geräten sehen kannst, ist ein Manko. Doch laut einen Angaben arbeitet das Team bereits an einer Lösung für iOS-Geräte und strebt auch die Unterstützung von Videos in 4K-Qualität an. Derzeit kommt das VR-Erlebnis noch recht pixelig daher. 

Fazit & Alternativen

Fader ist ein nützliches Werkzeug, das es dir erleichtert, erste Schritte in der Virtual Reality zu wagen. Da keine Programmiererkenntnisse erforderlich sind, ist die Einstiegshürde sehr gering. Allerdings leidet Fader noch an Kinderkrankheiten. 

coole Beispiele

Nicht ganz so ausgereift, aber einen ähnlichen Ansatz verfolgt das Projekt Story Spheres von Google, das auch kostenlos ist. Dort kannst du 360-Grad-Szenen mit Audios kombinieren. Wer ein wenig Geld übrig hat, dem empfehlen wir auch ThingLink 360. ThingLink 360 setzt auf sogenannte Tags, die mit weiteren Informationen bestückt werden können. 

Wer sich vor allem für Open-Source-Projekte in dem Bereich interessiert, sollte auch einmal ein Blick auf das GuriVR werfen. In unserem Test hat das Tool allerdings größere Schwächen gezeigt.