Closr

Mit Closr kannst du große Bilder mit Pins übersehen und den User über einen wandernden Zoom von Punkt zu Punkt schicken. So kannst du zum Beispiel übersichtlich Details von Gemälden oder Features von neuen, technischen Geräten zeigen und kommentieren. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ich mag Closr! Es ist ein kleines, aber feines Tool. Es kann zwar nicht viel, aber das ziemlich gut. Ich finde es besonders praktisch und optisch sehr ansprechend gemacht für Details, die sonst untergehen würden. Und da sich Closr noch in der Betaphase befindet, ist es auch noch umsonst. Trotz der wenigen Einstellungsoptionen gibt's für mich eindeutig einen Daumen nach oben!

In Zeiten von zugespamten Facebook-Timelines scheinen wir Informationen nur noch flüchtig und oberflächlich aufzunehmen. Dem will ein Tool entgegenwirken: Closr setzt den Fokus aufs Details und lädt damit zur Entschleunigung ein.  

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Service

|

|
|
|
|
|

Basic: kostenlos
Pro: Verhandlungsbasis
englisch
5 Minuten
15 Minuten
URL, Embed
kein Support


zum Tool

Die Anwendung gibt es sowohl für den Browser als auch als mobile App, bisher allerdings nur für iOS-Freunde. Closr beschränkt sich auf ein einziges Bild und zoomtzu bestimmten Punkten, die du selbst bestimmen und mit Texttafeln versehen kann.

So kannst du denn User von einem Detail zum nächsten führen und ihn auf Dinge aufmerksam machen, die seiner Aufmerksamkeit sonst entgangen wären. Dank seiner Interaktivität lädt Closr den Betrachter zum Interagieren mit deiner Webseite ein. 

Anschauungsbeispiel

Zoom in!

Die Anmeldung läuft über ein Google-Konto, einen Facebook-Account oder über die Registrierung per Mail. Da der Dienst sich noch in der Betaphase befindet, ist er noch kostenlos. Also ran an die Bouletten! Wenn du dich angemeldet hast, lade ein Bild hoch, von dem du überzeugt bist, dass es von seinen Details lebt. Es bieten sich dafür zum Beispiel Kunstbilder oder Fotos von komplexen technischen Geräten an.

Sollte Apple also noch einmal das iPhone neu erfinden, könntest du den Lesern deines Technikblogs die entscheidenen Details des neuen Wundergeräts interaktiv vor Augen führen. Aber auch ein Foto der Trump'schen Inauguration-Rede mit kurzen Erklärtexten zu den Politikern an seiner Seite könnte sich lohnen. 

In der Tiefe liegt die Würze

Per Mausklick auf das Pluszeichen im Editor fügst du einen Detailpunkt hinzu, den du beschriften kannst. So kannst du nach und nach deinem Bild immer mehr Details hinzufügen. Für deine Texttafeln stehen dir jeweils nur wenige Zeilen zur Verfügung. 

Versuche, nur die wichtigsten Fakten hervorzuheben. Achte auch darauf, dass du dein Bild nicht mit zuvielen Detailpunkten überfrachtest. Sinnvoll sind etwa fünf bis zwölf Detailpunkte.

Tricks für Pros
Closr funktioniert zwar auch auf normalen Fotos oder Bildern mit einer geringen Auflösung von etwa 1000 x 800 Pixeln. Doch besonders zur Geltung kommt der Zoom-Effekt erst bei richtig großen Bildern. Es lohnt sich also nach Fotos mit extrem hoher Auflösung Ausschau zu halten!

Wenn du fertig bist, kannst du dein interaktives Bild über die sozialen Netzwerke teilen. Closr bietet dir aber auch einen Einbettungcode für die eigene Webseite an. Wenn der User dein Projekt öffnet, kann er entweder per Mausklick zwischen den verschiedenen Punkten hin- und herspringen oder er startet per Klick auf das Play-Symbol eine Art Slideshow, die automatisch zu den Punkten springt und auf die Details zoomt. 

Willst du wissen, wie gut ein Bild bei den Usern ankam, bietet dir Closr auch ein Blick auf die Abrufstatistik an. 

Pro

Closr ist einfach zu bedienen. Schon nach wenigen Minuten verstehst du als Nutzer, wie es funktioniert. Durch die Beschränkung auf nur ein einziges Bild, läufst du gar nicht erst Gefahr, dich zu verzetteln. Der Zoom-Effekt ist zwar nicht neu, trotzdem setzt ihn Closr gewinnbringend und mit Mehrwert ein. Außerdem ist das Tool in der Betaphase noch kostenlos. 

Kontra

Closr beschränkt sich aufs Wesentliche und lässt keine Einbindung von Audios oder Videos zu. Das ist ein wenig schade, wünscht man sich doch an manchen Details ein wenig Ablenkung. Auch an den Einstellungsoptionen kannst du als User nichts schrauben - es lässt sich weder die Schriftart noch die Darstellung der Detailpunkte ändern. Auch das Branding ist in der kostenlosen Version unverrückbar. Da ist noch Luft nach oben! 

Fazit & Alternativen

Für groß angelegte Multimedia-Geschichten ist Closr sicher nicht das Tool der Wahl, dazu kann es zu wenig. Aber das, was es anbietet, kann sich trotzdem für ganz bestimmte Zwecke sehen lassen.

coole Beispiele

Durch den pragmatischen Fokus auf Details und den Zoom schafft es Closr, auch aus an sich statischen Bildern viel herauszuholen. Auf den ersten Blick erinnert Closr ein wenig an Thinglink oder Thinglink360. Bei den beiden Tools fehlt die Zoom-Funktion jedoch komplett, dafür ist die Einbettung von Videos, Audios und Links möglich. Eine echte Zoom-Funktion bietet hingegen StoryMaps, eines der besten Storytelling-Tools auf dem Markt. 

Wer sich eher mit geografischen Themen auseinandersetzt und sie auf einer Karte verorten will, für den eignet sich eventuell auch Timescape.