Cinemagraph

Cinemagraph ist eine kostenlose iOS-App, mit der du kurze Videos so manipulieren kannst, dass dadurch ein faszinierender Fotoeffekt entsteht. 

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Ich bin grundsätzlich immer auf der Suche nach interessanten Videoeffekten, die den Zuschauer dazu auffordern, zweimal hinzugucken und länger dranzubleiben. Genau das passiert mit Cinemagraph. Die damit produzierten Clips überraschen mit ihrem Look. Leider, leider nervt das dicke Logo in der Mitte, das sich nur mit 199 US-Dollar beheben lässt.

Kennst du das auch? Du scrollst durch deine Facebook-Timeline und siehst ein Webvideo, Facebook live oder GIF nach dem anderen. Mich zumindest flasht nur noch wenig auf Facebook, mittlerweile wirkt alles wie Einheitsbrei. 

Fakten & Daten

Preis

Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Tutorial
Support

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Basic: kostenlos
Pro: 199 US-$
11 Sprachen (darunter deutsch & englisch)
5 Minuten
5 Minuten
URL, Embed
Youtube
Help Center


zum Tool

Ich mag Inhalte, die mich visuell packen, aber bei denen ich zweimal hingucken muss, um sie zu verstehen. Und das muss gar nicht mal so aufwendig sein. Eine Möglichkeit bietet die kostenlose iOS-App Cinemagraph Pro.  Mit ihr kannst du kurze Videos aufnehmen und daraufhin einen Teil des Bildausschitts auswählen, der sich für die Länge des Videos nicht bewegen soll. Das Resultat ist ein Video, das aus beweglichen und unbeweglichen Teilen besteht. Und das kann ziemlich faszinierend aussehen. 

Gäbe es da nicht den einen Nachteil – und der hat es in sich. 

Anschauungsbeispiel

Kurze Clips

Nachdem du die App heruntergeladen hast, kannst du direkt loslegen. Zwar kannst du auch ein Konto bei Cinemagraph anlegen, um die App zu nutzen, ist es aber nicht nötig. Öffne die App und klicke auf das Kamerasymbol oben rechts. Das ist der Aufnahmemodus. Hier kannst du auswählen, in welchem Format das Video aufgenommen werden soll, den Weißabgleich festlegen (falls du eine andere Farbtemparatur wünschst) und die Framerate festlegen (das heißt, aus wieviele Einzelbildern pro Sekunde dein Video bestehen soll). 

Starte deine Aufnahme mit dem roten Aufnahmeknopf. Die Videos bei Cinemagraph sind auf zehn Sekunden pro Clip begrenzt. Überlege daher gut, was du filmen möchtest.

Filter wie bei Instagram

Nach deiner Aufzeichnung stehen zunächst zwei Werkzeuge zur Verfügung: Pinsel und Radierer. Mit dem Pinsel malst du genau den Bereich deines Videos aus, der den bewegten Anteil deines Videos ausmachen soll. Hast du dich "vermalt", kannst du mit dem "Radierer" die Stellen mit dem Finger korrigieren. 

Es stehen dir Filter ähnlich wie bei Instagram zur Verfügung, mit denen du dein Video weiter verändern kannst. Auch die Sättigung und den Kontrast kannst du einstellen. Gehst du auf den Reiter "Zeitleiste" kannst du deinen Clip auch zurechtschneiden. 

Exporteinstellungen

Bist du mit dem Video fertig, kannst du es auf deinem Handy speichern oder direkt auf Facebook hochladen. Leider prangert auf allen Clips in der Mitte ein Wasserzeichen des Herstellers Flixes. Das zu entfernen, kostet mal eben schlappe 199,99 Euro pro Jahr. Kein Witz, die Macher der App scheinen sehr von sich überzeugt. 

Tricks für Pros
Für ein gutes Ergebnis versuche dein Handy bei der Aufnahme still zu halten oder verwende am besten ein Stativ. Suche dir Motive aus, auf denen sich auch tatsächlich etwas bewegt. Gut eignen sich zum Beispiel Flüsse.

Das Video wird als MP4-Datei bereitgestellt. Willst du es weder auf Facebook hochladen noch speichern, kannst du es auch in deine Drobbox exportieren lassen. 

Fällt dir nach der Veröffentlichung noch ein Fehler auf, kannst du jederzeit deine Datei bearbeiten und erneut exportieren. All deine erstellten Clips findest du in dem Reiter "Dokumente". 

Pro

Okay, die App ist keine große Zauberei, aber eine mit einem schönen Effekt. Wendet man die App richtig an, können die Ergebnisse wirklich beeinruckend sein. Die App ist leicht zu bedienen und verfügt auch über coole Instagram-artige Filter. Außerdem kostet sie in der Basisversion nichts. 

Kontra

Alles gut – wäre da nicht das sehr störende Wasserzeichen, das sich nur beseitigen lässt, wenn man knapp 200 Euro pro Jahr bezahlt. Sorry Leute, das ist eindeutig zu viel für diese kleine, aber feine Funktion. Schade auch, dass die App nur 10 Sekunden-Clips ermöglicht. 

Fazit & Alternativen

Cinemagraph Pro beeindruckt mit seiner leichten Handhabung und die Ergebnisse überzeugen. Allerdings ist die Entfertung des Wasserzeichens mit knapp 200 Euro pro Jahr absolut inakzeptabel. 

coole Beispiele

Alternativen gibt es zuhauf, wie zum Beispiel Echograph oder auch Kinotopic für Apple-Liebhaber. Für Android-Fans gibt es beispielsweise Fotodanz. Keine davon haben wir bisher getestet und daher noch keinen Vergleich.

Professionellere Cinemagraphs lassen sich auch mit Photoshop produzieren. Eine gute Übersicht über Tutorials findest du hier.