Adobe Spark

Adobe Spark ist eine Plattform für die Produktion von kurzen Webvideos. Das kostenlose Programm eignet sich vor allem für das Erstellen von Erklärclips.

Innovativität: Einstellungsoptionen: Nutzerfreundlichkeit: Design:

Meine Meinung

Mich überzeugt Adobe Spark nicht komplett. Es ist zwar sehr leicht zu verstehen und zu bedienen, doch es fehlen bisher wichtige Grundfunktionen des Videoschnitts, um wirklich passable Videos gestalten zu können. Gut sind hingegen die zahlreichen Animationen und Icons, die Adobe Spark kostenlos mitliefert.

Webvideos zu produzieren ist meist aufwendig: Es kostet viel Zeit und verlangt Know-How im Videoschnitt. 

Fakten & Daten

Preis
Sprache
Lernzeit
Arbeitszeit
Ausspielart
Tutorial
Support

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kostenlos
englisch
15 Minuten
30 Minuten
URL, Embed, MP4
Youtube
FAQ


zum Tool

Zudem kosten professionelle Schnittprogramme viel Geld. Die Entwickler der kostenlosen Webanwendung Spark Video aus dem Softwarehaus Adobe wollen das ändern. Ihr Konzept: Eine Online-Plattform mit den wichtigsten Grundfunktionen des Videoschnitts. Daneben gibt es kostenlose Icons und Schriften. Feature, die Spark besonders für die Produktion von Erklärvideos interessant macht.

Zwar gibt es Adobe Spark Video auch als mobile App. Im Test hat sich jedoch gezeigt, dass die Browser-Version eine deutlich bessere Übersicht bietet.

Anschauungsbeispiel

Videoschnitt als Kachelprinzip

Nachdem du dich angemeldet hast, begrüßt dich Spark mit einem Videoschnitt-Editor. Per Klick auf das Pluszeichen legst du dein Projekt an. Jedes Videoprojekt bei Adobe Spark besteht aus mehreren Kacheln. Jede Kachel symbolisiert einen Baustein des gesamten Videos. Per Klick darauf bestimmst du, mit welchen Medien du die jeweilige Kachel füllen willst. 

Zur Auswahl stehen grundsätzlich vier Elemente: Videoclips, Fotos, Icons und Texttafeln. Diese lassen sich miteinander kombinieren und auch mit Audiospuren verknüpfen. Die Reihenfolge der einzelnen Kacheln kannst du leicht per Mausklick verändern. 

Lädst du einen Videoclip hoch, öffnet sich ein Videofenster, indem du den gewünschten Ausschnitt des Videos bestimmen kannst. Denn die maximale Länge beträgt nur 30 Sekungen. Arbeite deshalb besser gleich von Anfang an mit kurzen Clips, dann fällt dir die Arbeit mit Adobe Spark Video von Anfang an leichter. 

Icons erklären mehr als Worte

Adobe Spark Video sticht im Vergleich mit anderen Videoschnittprogrammen vor allem mit einem Feature heraus: Es stellt kostenlos zahlreiche animierte grafische Symbole zur Verfügung, die sich in die Videos einbetten und beschriften lassen. Damit lassen sich vor allem sperrige Themen auf kreative Weise visualisieren.

Tricks für Pros
Schreibe vor dem Dreh am besten eine sogenanne "Shotlist" auf: Halte darauf fest, welche Einstellungen und Inhalte du für dein Video brauchst. Versuche beim Dreh selbst, lieber mehrere kürzere Clips zu drehen als einen langen. Denn kürzere Clips kannst du in Adobe Spark besser bearbeiten.

So ist Buzzfeed beispielsweise auf Facebook sehr erfolgreich mit kurzen Rezeptvideos seiner Marke Tasty. Doch auch härtere Themen ließen sich mit Spark gut visualisieren. Wie wäre es mit einem Erklärvideo über die Mitglieder des neuen Bundeskabinetts nach der Wahl im Herbst 2017? 

Das fertige Video lässt sich direkt als MP4-Datei herunterladen oder über Twitter und Facebook verbreiten. Außerdem stellt der Anbieter einen Einbettungscode für die eigene Webseite zur Verfügung. 

Pro

Adobe Spark Video punktet mit seiner intuitiven Benutzeroberfläche, die auch blutige Anfänger im Videoschnitt schnell begreifen. Durch die Bereitstellung von animierten Icons und Grafiken hat sich die Anwendung ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen. Zudem ist das Programm kostenlos. 

Kontra

Die einzelnen Videoclips lassen sich jedoch im Nachhinein nicht mehr bearbeiten. Dafür musst du jede Kachel erst löschen und dann neu aufsetzen. Nach einfachen Videoeffekten wie Blenden oder Zeitraffer sucht man vergeblich. Außerdem kannst du dich nur in dem von Adobe vorgegebenen Rahmen bewegen: Schriftarten sind begrenzt und Layouts lassen sich nicht individualisieren.

Fazit & Alternativen

Adobe Spark Video macht mit seinem kostenlosen Online-Tool die Produktion von Webvideos auch für Anfänger sehr leicht. Davon profitieren vor allem Journalisten mit wenig Schnitterfahrung und Redaktionen mit geringen Budget. 

coole Beispiele

Neben Adobe Spark Video gibt es noch viele weitere Online-Videoschnitt-Programme. Darunter zum Beispiel Wochit. Das Programm bietet zwar die Anbindung an Agenturvideos an, hat aber Schwächen in der Tonnachbearbeitung. Mehr als 350 Medienmarken arbeiten bereits mit Wochit zusammen und machen es damit wohl zu einer Art Marktführer.

Ein weiteres bekanntes Programm ist WeVideo, das wir bisher noch nicht unter die Lupe genommen haben.